Lagebericht

Das Geschäftsjahr der BEKB

Die BEKB erzielt im Geschäftsjahr 2023 erneut ein sehr gutes Ergebnis und übertrifft damit das positive Vorjahresergebnis. Mit einer Steigerung von 9,6 Prozent konnte der Jahresgewinn auf 174,9 Millionen Franken deutlich erhöht werden. Dieser Erfolg unterstreicht, dass die BEKB mit der Umsetzung ihrer Strategie auf dem richtigen Weg ist für eine nachhaltige Zukunft.

Bilanz

Flüssige Mittel, Forderungen gegenüber Banken, Forderungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften

Die flüssigen Mittel reduzierten sich auf 7,8 Milliarden Franken, die Forderungen gegenüber Banken auf 133,6 Millionen Franken. Die Forderungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften betrugen 36,3 Millionen Franken.

Hypothekarforderungen und Forderungen gegenüber Kunden

Die Kundenausleihungen (Hypothekarforderungen und Forderungen gegenüber Kunden) von 28,8 Milliarden Franken erhöhten sich um 1,1 Milliarden Franken gegenüber dem Vorjahresstand. Die gute Qualität des Kreditportefeuilles konnte gehalten werden.

Die Gliederung der Kundenausleihungen nach Kundengruppen zeigt die breite Verankerung der BEKB. Der Anteil der Forderungen gegenüber Privaten reduzierte sich auf 75,6 Prozent. Unverändert blieben die Anteile in den Bereichen Industrie, Bauwirtschaft, Landwirtschaft und Gewerbe. Die Anteile der Bereiche Immobilien- und Finanzgesellschaften und Dienstleistungen sowie der öffentlich-rechtlichen Körperschaften erhöhten sich.

Die Hypothekarforderungen konnten auf 26,8 Milliarden Franken ausgebaut werden. Sie nahmen gegenüber dem Vorjahresende unter Wahrung der Qualität des Kreditportefeuilles um 0,9 Milliarden Franken oder um 3,3 Prozent zu. 

Ende 2023 lagen 78,3 Prozent der zur Sicherstellung der Hypothekaranlagen bestellten Grundpfänder im Kanton Bern, die restlichen 21,7 Prozent in den übrigen Kantonen. Es wurden vor allem Festzinshypotheken abgeschlossen. Zunehmend beliebt waren auch die Geldmarkthypotheken (SARON-Hypotheken). Insgesamt wurden im Berichtsjahr neue Festzinshypotheken im Betrag von 3,4 Milliarden Franken verbucht. Ende 2023 betrug ihr Bestand vor der Verrechnung mit Wertberichtigungen 23,5 Milliarden Franken oder 87,1 Prozent der Hypothekarforderungen (Vorjahr: 92,6 Prozent).

Zuwachs der Hypothekarforderungen um 3,3 Prozent

Zuwachs um 3,3 Prozent: Die Hypothekarforderungen nahmen um 0,9 Milliarden Franken zu. Ihr Anteil am Total der Aktiven beträgt rund zwei Drittel. (Basis: Bilanzsumme)

Zuwachs um 3,3 Prozent: Die Hypothekarforderungen nahmen um 0,9 Milliarden Franken zu. Ihr Anteil am Total der Aktiven beträgt rund zwei Drittel. (Basis: Bilanzsumme)

Drei Viertel der Kundenausleihungen gehen an Private

Es werden diverse Branchen finanziert: Die Immobilien- und Finanzgesellschaften sowie die Dienstleistungsbranche machen nach den Privaten den grössten Anteil aus, gefolgt von der Industrie. (Basis: Hypothekarforderungen und Forderungen gegenüber Kunden)

Es werden diverse Branchen finanziert: Die Immobilien- und Finanzgesellschaften sowie die Dienstleistungsbranche machen nach den Privaten den grössten Anteil aus, gefolgt von der Industrie. (Basis: Hypothekarforderungen und Forderungen gegenüber Kunden)

Handelsgeschäft

Der Eigenhandel mit Wertschriften und Wertpapierderivaten gehört nicht zu den Kernaktivitäten der BEKB. Der Handelsbestand betrug Ende Jahr 8,5 Millionen Franken. Er setzte sich aus 99,4 Prozent Edelmetallen und 0,6 Prozent Beteiligungstiteln zusammen.

Finanzanlagen

Der Bestand an Finanzanlagen nahm um 0,1 Milliarden Franken zu und erreichte 2,3 Milliarden Franken. Die Finanzanlagen setzten sich Ende 2023 zu 93,5 Prozent aus Obligationen, zu 6,1 Prozent aus Aktien und Anlagefonds und zu 0,4 Prozent aus Edelmetallen zusammen. Zum Jahresende lag der Bestand an Obligationen zu Buchwerten bei 2,2 Milliarden Franken. Ende 2023 betrug der Bestand an Aktien und Anlagefonds zu Buchwerten 143,2 Millionen Franken. Es ist keine aus dem Kreditgeschäft übernommene Liegenschaft aus Zwangsverwertung in den Finanzanlagen bilanziert.

Beteiligungen

Der Buchwert der Beteiligungen reduzierte sich aufgrund des Teilverkaufs der Beteiligung an der Jungfraubahn Holding AG auf 61,2 Millionen Franken. Zu den wesentlichen Beteiligungen der BEKB mit einem Kapitalanteil von mindestens 10 Prozent und einem Steuerwert/Marktwert von über 5 Millionen Franken gehören die Aktien der Pfandbriefzentrale der schweizerischen Kantonalbanken AG (10,7 Prozent), der Jungfraubahn Holding AG (10,0 Prozent), der Seniorenresidenz Talgut Ittigen AG (66,7 Prozent) und der aity AG (100,0 Prozent).

Sachanlagen und immaterielle Werte

Die Sachanlagen erhöhten sich um 14,2 Millionen auf 224,2 Millionen Franken, was hauptsächlich auf die veränderte Abschreibungsdauer der erworbenen Software sowie der Integrationskosten von Software zurückzuführen ist (siehe Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze). Der Buchwert der selbst genutzten Gebäude lag Ende 2023 bei 183,7 Millionen Franken. Der Buchwert der anderen Liegenschaften betrug 11,0 Millionen Franken, die erworbene Software sowie die Integrationskosten von Software und die übrigen Sachanlagen wurden mit 29,6 Millionen Franken ausgewiesen.

Übrige Aktivpositionen

Die positiven Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente lagen bei 26,9 Millionen Franken. Die aktiven Rechnungsabgrenzungen erhöhten sich um 8,8 Millionen auf 37,8 Millionen Franken. Sie umfassten übrige Rechnungsabgrenzungen, Marchzinsen und Disagios von Pfandbriefdarlehen. Die sonstigen Aktiven reduzierten sich um 274,2 Millionen auf 582,8 Millionen Franken. Die Abnahme ist hauptsächlich auf tiefere Verrechnungssteuerforderungen aus dem Handelsgeschäft über die zweite Handelslinie zurückzuführen.

Bilanzsumme auf neuem Höchstwert

Kerngeschäft ausgebaut: Die Bilanzsumme wuchs um 0,3 Milliarden Franken auf 40,1 Milliarden Franken.

Kerngeschäft ausgebaut: Die Bilanzsumme wuchs um 0,3 Milliarden Franken auf 40,1 Milliarden Franken.

Verpflichtungen gegenüber Banken, Verpflichtungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften

Die Verpflichtungen gegenüber Banken reduzierten sich um 99,2 Millionen Franken auf 182,8 Millionen Franken. Die Verpflichtungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften betrugen 1,6 Milliarden Franken.

Kundengelder

Das Total der Kundengelder gliederte sich Ende 2023 gemäss nachfolgender Grafik. Die Liquiditätshaltung der Kundinnen und Kunden blieb weiter hoch. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen reduzierten sich um 0,9 Prozent auf 27,1 Milliarden Franken. Die Zahlungskonten bei der BEKB werden seit Juli 2023 mit 0,1 Prozent verzinst. Der Basiszinssatz für Spargelder wurde 2023 mehrmals erhöht und liegt bei 0,75 Prozent. Auch der Zinssatz für Aktionärssparkonten wurde von 0,3 auf 1,0 Prozent erhöht. Der Bestand an Kassenobligationen erhöhte sich auf 162,6 Millionen Franken. Die Verzinsung der Kassenobligationen betrug im Jahresdurchschnitt 0,87 Prozent (Vorjahr: 0,41 Prozent). Der Bestand der Anleihen belief sich per Ende 2023 unverändert auf 845,0 Millionen Franken. Im Berichtsjahr wurden Pfandbriefdarlehen im Umfang von 0,6 Milliarden Franken zurückbezahlt, 0,6 Milliarden Franken wieder neu aufgenommen. Der Bestand per Ende Jahr belief sich auf 6,8 Milliarden Franken. Die Guthaben der eigenen Vorsorgeeinrichtung betrugen 55,1 Millionen Franken.

Liquiditätshaltung der Kundinnen und Kunden bleibt hoch

Kundentreue: Die Kundinnen und Kunden deponieren über 27 Milliarden Franken bei der BEKB. (Basis: Kundengelder)

Kundentreue: Die Kundinnen und Kunden deponieren über 27 Milliarden Franken bei der BEKB. (Basis: Kundengelder)

Rückstellungen

Die Rückstellungen (siehe Tabelle Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Reserven für allgemeine Bankrisiken) erhöhten sich um 0,6 Millionen Franken und betrugen 250,5 Millionen Franken. Die Rückstellungen für Ausfallrisiken beinhalten Anteile der Einzelwertberichtigungen aufgrund von nicht beanspruchten Limiten, Anteile der Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken aufgrund von nicht beanspruchten Limiten sowie Rückstellungen für das Ausserbilanzgeschäft. Per Ende 2023 betrugen sie 172,0 Millionen Franken. Die Rückstellungen für andere Geschäftsrisiken (Risiken des Wertschriftenhandels, des Handels mit Devisen, Sorten und Edelmetallen sowie derivativer Handels- und Devisengeschäfte) betrugen unverändert 62,6 Millionen Franken. Der Bestand an übrigen Rückstellungen belief sich auf 15,9 Millionen Franken.

Übrige Passivpositionen

Die negativen Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente betrugen 26,7 Millionen Franken. Die Erhöhung der passiven Rechnungsabgrenzungen auf 130,6 Millionen Franken ist unter anderem auf höhere Abgrenzungen für Steuern zurückzuführen. Die sonstigen Passiven beliefen sich auf 65,3 Millionen Franken.

Eigenkapital

Das Aktienkapital beziffert sich nominal auf 186,4 Millionen Franken. Die gesetzliche Kapitalreserve betrug 54,7 Millionen Franken und die gesetzliche Gewinnreserve 175,5 Millionen Franken. Die freiwilligen Gewinnreserven erhöhten sich aufgrund der Verwendung des Gewinns aus dem Vorjahr um 70,0 Millionen Franken auf 1,8 Milliarden Franken (siehe Tabelle Eigenkapitalnachweis).

Gute Refinanzierung

Solide Bilanzstruktur: Die Kundenausleihungen sind vollständig mit Kundengeldern im engeren Sinne und mit Pfandbriefdarlehen gedeckt.

Solide Bilanzstruktur: Die Kundenausleihungen sind vollständig mit Kundengeldern im engeren Sinne und mit Pfandbriefdarlehen gedeckt.

Entwicklung Vermögensberatung

Die Kundenvermögen stiegen um 1,8 Milliarden Franken auf 40,8 Milliarden Franken. Die Veränderung setzt sich aus einem Neugeld-Zufluss von 0,7 Milliarden Franken und einem positiven Markteinfluss von 1,1 Milliarden Franken zusammen. Die in den Kundenvermögen enthaltenen betreuten Vermögenswerte (Depotwerte) erhöhten sich um 1,2 Milliarden Franken auf 18,2 Milliarden Franken (Vorjahr: 17,0 Milliarden Franken). Der Neugeld-Zufluss betrug 0,5 Milliarden und der Markteinfluss 0,7 Milliarden Franken. Der Fondsbestand in den Kundendepots stieg um 0,7 Milliarden Franken auf 7,5 Milliarden Franken, wovon sich der Anteil der BEKB-Fonds um 0,3 Milliarden Franken auf 3,6 Milliarden Franken erhöhte. Die nachhaltigen BEKB-Fonds, die basierend auf fundierten Analysedaten von ISS ESG – einer unabhängigen Nachhaltigkeitsagentur – zusammengestellt werden, sind bei den Kundinnen und Kunden der BEKB äusserst beliebt: Im vergangenen Jahr wurden 173,2 Millionen Franken und seit 2017 insgesamt 1,6 Milliarden Franken in solche Fonds investiert. Die Vermögenswerte mit Verwaltungsvollmachten erreichten 4,7 Milliarden Franken.

Erfolgsrechnung

Erfolg aus dem Zinsengeschäft

Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich auf 388,2 Millionen Franken, was auf eine höhere Verzinsung des Girokontos bei der SNB und auf die generell gestiegene Bruttozinsspanne (von 0,76 Prozent auf 0,96 Prozent) zurückzuführen ist. Die konsequent angewandte Kreditpolitik, die dynamische Kreditbewirtschaftung und das tiefe Zinsniveau bewirkten, dass die gefährdeten Erträge mit 0,7 Millionen Franken erneut tief blieben. Die Zinsabsicherungskosten werden als Bestandteil des Zinsengeschäfts ausgewiesen. Die Kosten für die Absicherung der Zinsänderungsrisiken belasten das Zinsergebnis mit 1,9 Millionen Franken (Vorjahr: 19,3 Millionen Franken). Der Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen erhöhte sich um 5,9 Millionen Franken auf 16,2 Millionen Franken. Bei den Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verlusten aus dem Zinsengeschäft wurde eine Nettobildung von 11,7 Millionen Franken verbucht (Vorjahr: Auflösung von 11,2 Millionen Franken). 2023 wurden netto Wertberichtigungen für Ausfallrisiken auf Kundenforderungen von 11,3 Millionen Franken und ausfallrisikobedingte Wertberichtigungen für Finanzanlagen von 0,7 Millionen Franken gebildet. Die Verluste aus dem Zinsengeschäft betrugen 0,2 Millionen Franken, es konnten Wiedereingänge von 0,5 Millionen Franken verbucht werden. Damit reduzierte sich diese Erfolgsposition gegenüber dem Vorjahr um 22,9 Millionen Franken. Der Netto-Erfolg Zinsengeschäft stieg auf 376,5 Millionen Franken (Vorjahr: 315,4 Millionen Franken).

Zinsengeschäft als bedeutendste Ertragsquelle

Hauptgeschäftsfelder: Die wichtigsten Ertragsquellen der BEKB sind das Zinsengeschäft und das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. (Basis: Geschäftsertrag)

Hauptgeschäftsfelder: Die wichtigsten Ertragsquellen der BEKB sind das Zinsengeschäft und das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. (Basis: Geschäftsertrag)

Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft lag mit 104,9 Millionen Franken 3,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Mit einem Anteil von 76,9 Prozent ist die Vermögensberatung unverändert die bedeutendste Ertragsquelle des Kommissions- und Dienstleistungsgeschäfts. Der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft reduzierte sich um 0,4 Millionen Franken auf 80,7 Millionen Franken. Die Courtageerträge sanken um 0,6 Millionen Franken auf 11,7 Millionen Franken, die Depot- und Vermögensverwaltungsgebühren erhöhten sich auf 41,1 Millionen Franken. Die Erträge aus eigenen Fonds konnten dank den gestiegenen Volumen um 0,6 Millionen auf 24,0 Millionen Franken gesteigert werden. Der Kommissionsertrag aus den übrigen Dienstleistungsgeschäften erhöhte sich auf 37,1 Millionen Franken, der Kommissionsaufwand betrug 17,9 Millionen Franken.

Erfolg aus dem Handelsgeschäft

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft reduzierte sich hauptsächlich aufgrund tieferer Erträge aus dem Handelsgeschäft mit der zweiten Linie um 13,2 Millionen Franken auf 24,3 Millionen Franken. 16,9 Millionen Franken stammten aus dem Handel mit Devisen, Noten und Edelmetallen. Aus dem entsprechend der Ausrichtung der BEKB auf tiefem Niveau gehaltenen Handelsgeschäft mit Wertschriften resultierte ein Gewinn von 7,4 Millionen Franken.

Übriger ordentlicher Erfolg

Der übrige ordentliche Erfolg erhöhte sich um 2,7 Millionen Franken auf 26,6 Millionen Franken. Der Erfolg aus Veräusserung von Finanzanlagen lag mit 12,8 Millionen Franken um 3,9 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert. Die Beteiligungserträge erhöhten sich um 2,2 Millionen auf 8,9 Millionen Franken, die übrigen Erträge lagen bei 5,2 Millionen Franken. Der andere ordentliche Aufwand belief sich auf 0,3 Millionen Franken.

Geschäftsaufwand

Der Geschäftsaufwand konnte um 0,5 Millionen Franken oder 0,2 Prozent auf 254,4 Millionen Franken reduziert werden. Der Personalaufwand reduzierte sich um 2,1 Prozent auf 140,4 Millionen Franken. Der Sachaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 111,5 Millionen Franken auf 113,9 Millionen Franken. Diese Kostenverschiebung vom Personal- in den Sachaufwand ist auf die Auslagerung von Mitarbeitenden der BEKB in die Tochtergesellschaft aity AG im Jahr 2022 zurückzuführen. Das Verhältnis des Geschäftsaufwandes zum Geschäftsertrag belief sich auf 47,8 Prozent.

Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

Die Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf den Sachanlagen und immateriellen Werten sanken um 28,1 Millionen Franken auf 36,6 Millionen Franken. Hauptgründe für diese Entwicklung sind die einmaligen Abschreibungen durch die Gründung der BEKB-Tochterfirma aity AG im Jahr 2022 und die Anpassung der Abschreibungsdauer auf erworbene Software und auf die Integrationskosten von Software im Jahr 2023 (siehe Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze).

7,7 Millionen Franken sind Abschreibungen (2,5 Prozent bis 3,5 Prozent der Ertragswerte) auf selbst genutzte Gebäude und andere Liegenschaften, die dem Erneuerungsfonds zur Werterhaltung zugewiesen wurden. Weiter wurden 0,1 Millionen Franken Sonderabschreibungen bei einzelnen selbst genutzten Gebäuden verbucht. Zusätzlich wurden Sonderzuweisungen an den Erneuerungsfonds für die Erneuerung von Standorten in Höhe von 8,9 Millionen Franken getätigt. Werterhaltende Investitionen werden zulasten des Erneuerungsfonds finanziert. 13,5 Millionen Franken der Abschreibungen entfallen auf erworbene Software sowie die Integrationskosten von Software und 4,4 Millionen Franken auf übrige Sachanlagen. Die Wertberichtigungen auf Beteiligungen beliefen sich auf 3,6 Millionen Franken.

Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste

Bei den übrigen Rückstellungen wurden 1,7 Millionen Franken gebildet, die Rückstellungen für andere Geschäftsrisiken sind unverändert. Die Verluste zulasten der Erfolgsrechnung betrugen 0,6 Millionen Franken.

Geschäftserfolg

Der Geschäftserfolg erhöhte sich um 68,5 Millionen auf 238,9 Millionen Franken. Ohne nicht operative Ereignisse (Veränderung von Wertberichtigungen, Erlösen auf dem Verkauf von Finanzanlagen, Sonderabschreibungen und Sonderzuweisungen an den Erneuerungsfonds) stieg der Geschäftserfolg um 71,0 Millionen auf 246,9 Millionen Franken.

Ausserordentlicher Ertrag und ausserordentlicher Aufwand

Eine Zusammenstellung des ausserordentlichen Ertrags und des ausserordentlichen Aufwands befindet sich im Anhang zur Jahresrechnung. Der ausserordentliche Ertrag betrug 33,2 Millionen Franken. Er stammt hauptsächlich aus dem Teilverkauf der Beteiligung an der Jungfraubahn Holding AG. Der ausserordentliche Aufwand belief sich auf 0,5 Millionen Franken.

Veränderungen von Reserven für allgemeine Bankrisiken

Die Reserven für allgemeine Bankrisiken erhöhten sich auf 564,9 Millionen Franken. Mit den nicht mehr benötigten Rückstellungen und nicht operativen Erträgen (zum Beispiel Gewinne aus Veräusserungen von Finanz- und Sachanlagen sowie Beteiligungen) wurden die Reserven für allgemeine Bankrisiken mit 51,9 Millionen Franken geäufnet. Diese Komponenten flossen somit nicht in das operative Ergebnis ein. Demgegenüber wurde die Hälfte der Kosten für die Absicherung der Zinsänderungsrisiken kompensiert, indem Reserven für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 1,2 Millionen Franken aufgelöst wurden. Weiter wurden unter anderem zur Kompensation der Sonderzuweisungen an den Erneuerungsfonds Reserven für allgemeine Bankrisiken aufgelöst. Insgesamt resultierte eine Nettobildung der Reserven für allgemeine Bankrisiken in der Höhe von 41,7 Millionen Franken.

Steuern

Der Steueraufwand erhöhte sich auf 55,0 Millionen Franken (Vorjahr: 29,9 Millionen Franken). Der Anstieg ist auf den höheren Geschäftserfolg und den Gewinn aus dem Teilverkauf der Beteiligung an der Jungfraubahn Holding AG zurückzuführen. Die BEKB unterliegt der Steuerpflicht sowohl auf Bundes- als auch auf Kantons- und Gemeindeebene.

Gewinn

Der Gewinn erhöhte sich um 9,6 Prozent auf 174,9 Millionen Franken (Vorjahr: 159,6 Millionen Franken). Zusammen mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres beläuft sich der Bilanzgewinn auf 175,7 Millionen Franken.

Starke Ertragskraft

Gewinn über Vorjahr: Der Jahresgewinn stieg auf 174,9 Millionen Franken, was einer Zunahme von 9,6 Prozent entspricht.

Gewinn über Vorjahr: Der Jahresgewinn stieg auf 174,9 Millionen Franken, was einer Zunahme von 9,6 Prozent entspricht.