BEKB Geschäftsbericht 2025

Klimawandel

­Die BEKB ist bestrebt, negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt zu minimieren. Dabei spielen insbesondere die finanzierten Emissionen – die durch Kredite und Investitionen finanzierten Treibhausgasemissionen – eine wichtige Rolle.

Relevanz des Themas

Die Geschäftstätigkeit einer Bank hat Auswirkungen auf das Klima. Die bedeutendsten Auswirkungen manifestieren sich indirekt über die angebotenen Finanzdienstleistungen, das heisst über finanzierte Emissionen: CO2-Emissionen von Unternehmen, die durch Kredite einer Bank finanziert werden, Emissionen von Gebäuden, die mit einer Hypothek finanziert werden, oder Emissionen, die durch Unternehmen, Staaten oder andere Anlageklassen, in die investiert wird (kundenseitig oder als bankeigene Anlagen), verursacht werden.

Durch den Klimawandel entstehen einer Bank entsprechende Risiken und Chancen – hauptsächlich im Kredit- und im Anlagegeschäft: Physische Risiken im Kreditgeschäft ergeben sich je nach Standorten der mit Hypotheken belehnten Liegenschaften oder nach Geschäftsaktivitäten finanzierter Unternehmen (zum Beispiel Landwirtschaft oder Energieversorgung); analog im Anlagegeschäft (Standorte und Aktivitäten der Unternehmen, Staaten usw., in die investiert wird). Transitionsrisiken entstehen hauptsächlich durch die Finanzierung beziehungsweise Investition in emissionsintensive Werte sowie durch die Entwicklung regulatorischer oder gesetzlicher Vorgaben (Compliance-Risiko) oder durch Verpflichtungen zur Einsparung von Emissionen (Reputationsrisiko; strategisches Risiko). Chancen bieten sich durch die Entwicklung neuer Bankprodukte und -dienstleistungen oder die Investition in Unternehmen, die vom Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft profitieren.

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Konzepte, Massnahmen und Aktivitäten

Netto-Null-Emissionen

Die Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden, das heisst, die Treibhausgase auf Netto-Null zu reduzieren. Neben der Realwirtschaft, die durch die Produktion und den Konsum von Gütern und Dienstleistungen direkten Einfluss auf die Umwelt hat, können auch Finanzinstitute einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten.

Die BEKB ist sich dieser Rolle bewusst. Sie will zu einer klimafreundlichen Wirtschaft beitragen, zum Beispiel mit einer gezielten Kundenberatung oder mit Anreizen für energieeffiziente Liegenschaften. Sie will ausserdem darauf hinwirken, dass Hürden auf dem Weg zu Netto-Null überwunden werden können – Hürden wie zum Beispiel Anreiz- und Steuerungsmechanismen oder Datengrundlagen zur Berechnung finanzierter Emissionen. Deswegen hat sie sich verschiedenen Initiativen angeschlossen (siehe Mitgliedschaften und Initiativen) und sich zum Ziel gesetzt, ihre Kredit- und Anlageportfolios bis spätestens 2050 auf Netto-Null-Emissionen auszurichten.

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Im Jahr 2024 hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) gemeinsam mit dem Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) einen Klimatest des Schweizer Finanzmarktes durchgeführt. Der Test lief unter dem Titel «PACTA Klimatest 2024» (Paris Agreement Capital Transition Assessment). Die BEKB nahm bereits zum dritten Mal an der freiwilligen Analyse teil, sowohl mit ihren Anlageportfolien als auch mit ihrem Hypothekarportfolio. Damit hat sie als eine von 34 Banken einen Beitrag dazu geleistet, Transparenz über die Fortschritte des Schweizer Finanzmarkts bei der Erreichung der Klimaziele zu schaffen.

Die BEKB hat sich wissenschaftsbasierte Klimaziele gesetzt und Massnahmen initiiert, um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Massnahmen im Kreditgeschäft

Im Jahr 2023 hat die BEKB erstmals die finanzierten Emissionen aus dem Kreditportfolio berechnet, offengelegt und wissenschaftsbasierte Klimaziele für das Hypothekarportfolio mit Zwischenzielen per 2030 festgelegt (siehe Ziele und Kennzahlen).

Die Emissionsberechnungen basieren auf dem PCAF-Standard (The Global GHG Accounting and Reporting Standard Part A: Financed Emissions, Second Edition 2022). Das Kreditportfolio wird dafür in die von der PCAF definierten Asset-Klassen «Hypotheken Wohnliegenschaften» (Mortgages), «Hypotheken übrige Liegenschaften» (Commercial real estate) und «Unternehmenskredite» (Business loans and unlisted equity) aufgeteilt.

  • Im Hypothekarportfolio der BEKB werden gemäss dem PCAF-Standard die jährlichen Gebäudeemissionen auf der Grundlage des Verhältnisses zwischen dem ausstehenden Betrag (Hypothek) und dem massgebenden Verkehrswert berechnet (sog. Zurechnungsfaktor). Die Emissionsberechnungen für das Hypothekarportfolio der BEKB wurden von der IAZI AG durchgeführt und beinhalten gemäss dem PCAF-Standard die Emissionskategorien Scope 1 und 2. Für die Berechnung der Emissionen einer Immobilie werden diverse Daten wie Lage, Baujahr, Gebäudefläche, Heizungssystem oder Bauqualität verwendet.
  • Auch für die Berechnungen der Emissionen im Unternehmenskreditportfolio nutzt die BEKB die international anerkannte Methode der PCAF. Das Portfolio der BEKB umfasst eine hohe Anzahl an kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Für diese sind kaum spezifische Emissionsdaten vorhanden. Die Emissionsberechnungen für jeden ausbezahlten Kredit der BEKB an ein KMU erfolgen daher auf Basis von Schätzungen und Emissionsintensitäten aus der PCAF-Datenbank. Die Datenbank liefert Emissionswerte pro Million Franken Umsatz für verschiedene Sektorklassifizierungen, die mit der in der Schweiz verwendeten allgemeinen Semantik der Wirtschaftszweige (NOGA) kompatibel sind. Damit erfolgt eine Einschätzung der Emissionen von Unternehmen auf Basis des Tätigkeitsgebiets und des Umsatzes. Bei der Berechnung der finanzierten Emissionen aus Sicht der BEKB werden gemäss der PCAF die jährlichen Emissionen eines Unternehmens auf der Grundlage des Verhältnisses zwischen dem ausstehenden Betrag (Kredit) und der Bilanzsumme des Unternehmens berechnet. Für börsenkotierte Unternehmen wurden – sofern vorhanden – Emissionsdaten des Datenproviders ISS Sustainability Solutions (ehemals ISS ESG) bezogen. In die Emissionsberechnungen von Unternehmenskrediten fliessen gemäss dem PCAF-Standard drei Emissionskategorien ein: Nebst Scope 1 und 2 wird auch Scope 3 berücksichtigt. Scope 3 umfasst alle indirekten Emissionen, die in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens entstehen (zum Beispiel Emissionen durch Geschäftsreisen, Abfallentsorgung, Bezug von Waren). Daher sind die Berechnungen der Unternehmenskredite nicht direkt mit den Emissionen des Hypothekarportfolios vergleichbar. Insbesondere die Berechnungen zu Scope 3 weisen eine hohe Datenunsicherheit auf.

Weitere Angaben zur Festlegung und Steuerung der Klimaziele sowie zu den Emissionsberechnungen sind im Bericht über finanzierte Emissionen und Netto-Null-Zwischenziele ausgeführt.

Um die Klimaziele im Hypothekarportfolio zu erreichen, hat die BEKB ihre Anstrengungen im Bereich der energetischen Sanierung intensiviert. Sowohl im Bestandes- als auch im Neukundengeschäft richtet sich der Fokus auf die Erhöhung der Sanierungsrate, insbesondere durch den Ersatz fossiler Heizsysteme. Die Umstellung auf nicht fossile Heizsysteme hat den grössten Einfluss auf die Emissionsminderung.

Ein zentrales Element zur Erhöhung der Sanierungsrate ist der Sanierungsplaner myky. Seit Anfang 2024 dient dieser zur Aufklärung und Wissensvermittlung in der Kundenberatung und unterstützt Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer bei der Planung von Sanierungen (siehe myky-Plattform für nachhaltiges Eigenheim).

Im Frühling 2025 hat die BEKB ihre Renovationshypothek Eco durch myky-Hypotheken abgelöst (siehe myky-Hypotheken mit Zinsvorteil) und gezielte Marktbearbeitungsmassnahmen gestartet. Dadurch erwartet die Bank eine Steigerung der Sanierungsrate, um ihr Netto-Null-Zwischenziel 2030 zu erreichen. Die Massnahmen dazu hat sie im August 2024 erstmals im Netto-Null-Fahrplan (Transitionsplan) im Hypothekargeschäft offengelegt. Nachfolgend der aktualisierte Fahrplan:

Veröffentlichung der finanzierten Emissionen für 100% des Hypothekar- portfolios sowie Einordnung auf dem angestrebten Klima- Absenkpfad seit dem Berichtsjahr 2023. Beitritt zur damaligen Net-Zero Banking Alliance (NZBA) im Jahr 2022 und Verpflichtung zur Festsetzung von wissenschaftsbasier- ten Klimazielen. Berichterstattung Beitritt zur Partnership for Carbon Account- ing Financials (PCAF) im Jahr 2020 und Verpflichtung zur jährlichen Publikation einer Klimabilanz für finanzierte Emissionen. Mitgliedschaften MASSNAHMEN ( Action ) Netto-Null-Fahrplan im Hypothekargeschäft (Transitionsplan) D e z e m b e r 202 5 Überarbeitung des BEKB-Ateliers «nachhaltig sanieren – vielfach gewinnen» im Jahr 2024 und seitdem regelmässige Durchführung von Immobilienanlässen zum Thema nachhalti - ges Eigenheim und Vorteile von energeti - schem Sanieren. Seit 2018 bietet die Hypothek GEAK ® / - Minergie ® für zertifi - zierte energetische Sanierungen und Neu- bauten einen ein- maligen Vorzugszins. Integration der Platt- form myky in die Beratung für Hypo - theken seit 2024. Gründung der myky AG im Jahr 2023, einer Plattform mit Tipps und Tools zur nachhaltigen Gebäudesanierung. Beratung und Wissensvermittlung Die myky-Hypothe - ken stehen seit Anfang 2025 im Zentrum der Transition zu Netto-Null-CO 2 - Emissionen und bieten bei der Nutzung von myky und einem myky-CO 2 -Rating von A/B einen Förderbei - trag in Form eines Zinsabschlags. Produkte Seit 2025 stehen die myky-Hypotheken im Fokus der BEKB- Kommunikation, um so viele energetische Sanierungen wie möglich anzustossen. Dabei werden sowohl Bestandes- als auch Neukunden angesprochen. Marktbearbeitung Umfassende Schulung für alle Finanzcoaches zum Thema nachhaltiges Bauen und energeti - sche Renovationen seit dem Jahr 2020 sowie zur Anwendung der Plattform myky in der Beratung seit dem Jahr 2023. Ausbildung Governance Die Klimaziele wurden vom Verwaltungsrat genehmigt. Der Stand der Zielerreichung wird jährlich im Nachhaltigkeits- bericht offengelegt und von der Geschäftsleitung und vom Verwaltungsrat überprüft. Bei Bedarf werden weitere Massnahmen zur Erreichung der Klimaziele festgelegt. VERANTWORTLICHKEITEN (Accountability) Klimaziele Die BEKB setzt sich im Jahr 2023 wissenschaftsbasierte Klimaziele für 100% des Hypothekarportfolios, um bis spätestens im Jahr 2050 Netto- Null-CO 2 -Emissionen zu erreichen. Klimazwischenziele 2030 Bis 2030 soll die Intensität der finanzierten Emissionen aus Wohnliegenschaften gegenüber 2022 um mindestens 45% reduziert werden. Bis 2030 soll die Intensität der finanzierten Emissionen aus übrigen Liegenschaften gegen- über 2022 um mindestens 35% reduziert werden. Der Fahrplan wurde erstellt in Anlehnung an TPT (Transition Plan Taskforce), Banks Sector Guidance, April 2024. Weiterführende Informationen zur Festsetzung der Klimaziele und der Berechnungsgrundlage befinden sich im «Bericht über finanzierte Emissionen und Netto-Null-Zwischenziele» der Berner Kantonalbank. Mit der strategischen Stoss- richtung «Verantwortungs - volles Handeln stärken» wird der Weg zu Netto-Null in der Strategie der BEKB verankert. Wir sind eine treibende Kraft auf dem Weg zu Netto-Null und richten unser Handeln konsequent auf eine lebenswerte Zukunft aus. AMBITION
Abbildung: Netto-Null-Fahrplan (Transitionsplan) im Hypothekargeschäft, Stand Dezember 2025

Bei allen Massnahmen gilt es Folgendes zu beachten: Wie wirksam die einzelnen Massnahmen in der Realwirtschaft sind und welcher Anteil der Wirkung der BEKB zuzuschreiben ist, lässt sich nicht zweifelsfrei ermitteln beziehungsweise beziffern. Zwar sensibilisiert und informiert die BEKB ihre Kundinnen und Kunden aktiv bezüglich nachhaltiger Gebäudesanierungen, zeigt Möglichkeiten auf und bietet finanzielle Anreize – der Entscheid für die Umsetzung und den Umsetzungszeitpunkt liegt aber immer bei der Kundschaft und wird von zahlreichen weiteren Faktoren beeinflusst.

Dennoch ist die BEKB überzeugt, dass ihre Initiative gemeinsam mit Massnahmen anderer Unternehmen, von Kantonen und Bund dazu beiträgt, Treibhausgase langfristig zu reduzieren und Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Gleiches gilt für weitere Massnahmen, mit denen zwar nicht direkt und unmittelbar Emissionen reduziert werden: Das Festlegen von Klimazielen und Absenkpfaden sowie die Transparenz über den Stand der Zielerreichung dienen als Grundlage für zukünftige Steuerungs- und Reduktionsmassnahmen.

Massnahmen im Anlagegeschäft

Im Jahr 2023 hat die BEKB erstmals die finanzierten Emissionen aus dem Anlageportfolio der Finanzanlagen und Beteiligungen sowie der BEKB-Fonds berechnet und offengelegt. 2024 hat sie wissenschaftsbasierte Klimaziele für ihre Finanzanlagen und Beteiligungen sowie für die BEKB-Fonds definiert (siehe Ziele und Kennzahlen). Damit untermauert die Bank auch im Anlagebereich ihr Versprechen, die Transformation der Wirtschaft in Richtung Netto-Null zu unterstützen.

Die Emissionsberechnungen basieren auf dem PCAF-Standard (The Global GHG Accounting and Reporting Standard Part A: Financed Emissions, Second Edition 2022). Dabei wurden nach der PCAF die Anlageklassen «Börsennotierte Aktien», «Börsennotierte Unternehmensanleihen», Staatsanleihen sowie innerhalb der berücksichtigten Anlageportfolios eingesetzte Drittfonds berücksichtigt. Die Emissionsdaten werden von ISS Sustainability Solutions (ehemals ISS ESG) bezogen und liefern Daten für Aktien und Anleihen gelisteter Unternehmen. Die Emissionsberechnungen enthalten gemäss dem PCAF-Standard die Emissionen von Scope 1, 2 und 3. Für die Emissionsberechnungen für Länder und Unternehmen, bei denen keine Emissionsdaten vorliegen, werden Daten der PCAF-Datenbank sowie des United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) verwendet. Zusammen mit dem Climate Analytics Team von ISS Sustainability Solutions wurden die Berechnungen der Emissionen für das Anlageportfolio anhand eines repräsentativen Beispielportfolios geprüft und plausibilisiert.

Bei börsenkotierten Aktien als Beispiel werden die finanzierten Emissionen für jede Aktienposition der BEKB mit Daten von ISS Sustainability Solutions berechnet. Diese liefern Emissionsdaten für gelistete Unternehmen, aufgeteilt nach Scope 1, 2 und 3. Bei der Berechnung der finanzierten Emissionen aus Sicht der BEKB werden gemäss PCAF die jährlichen Emissionen eines Unternehmens auf der Grundlage des Verhältnisses zwischen dem ausstehenden Betrag und dem Marktwert des Unternehmens berechnet.

Weitere Angaben zur Festlegung und Steuerung der Klimaziele sowie zu den Emissionsberechnungen sind im Bericht über finanzierte Emissionen und Netto-Null-Zwischenziele sowie im Bericht über Netto-Null-Zwischenziele im Anlagegeschäft ausgeführt.

Der Anspruch der BEKB ist, dass die Klimaziele in der Realwirtschaft eine Wirkung entfalten. Entsprechend sollen die Ziele im Bereich Anlagen nicht in erster Linie über Einschränkungen des investierbaren Universums oder durch Unter- und Übergewichtung innerhalb der Portfolios erreicht werden. Vielmehr steht eine «Active Ownership» im Vordergrund, das heisst die Wahrnehmung der Stimmrechte und der Dialog mit Unternehmen («Voting and Engagement»).

Im Jahr 2024 hat die BEKB ihre Engagement-Aktivitäten im Bereich Klimaschutz erweitert und sich gemeinsamen Initiativen angeschlossen (siehe Die BEKB als aktive Investorin). Mit einem Klimaengagement werden folgende Ziele verfolgt:

  • Verbesserung der Transparenz: Unternehmen sollen ihre Emissionen nach einem international anerkannten Standard wie dem „Greenhouse Gas Protocol“ messen und veröffentlichen. Dies umfasst alle direkten und indirekten Emissionen.
  • Reduktionsziele: Unternehmen sollen sich wissenschaftlich fundierte Ziele für die Reduktion von Treibhausgasemissionen setzen, um die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen.
  • Dekarbonisierungsstrategie und -plan: Unternehmen sollen ehrgeizige Pläne für die Dekarbonisierung ihrer Betriebe und Lieferketten entwickeln. Diese Pläne sollen darlegen, welche Massnahmen ergriffen werden, um die Reduktionsziele zu erreichen.

Details zu den Massnahmen, um die Netto-Null-Ziele zu erreichen, werden im nachfolgenden «Netto-Null-Fahrplan im Anlagegeschäft» offengelegt.

Mitgliedschaften Mit der strategischen Stoss- richtung «Verantwortungs- volles Handeln stärken» wird der Weg zu Netto-Null in der Strategie der BEKB verankert. Umfassende Schulung für alle Finanz- coaches zum Thema Nachhaltigkeit im Anlagebereich und nachhaltige Anlage- ansätze seit dem Jahr 2020. Wir sind eine treibende Kraft auf dem Weg zu Netto-Null und richten unser Handeln konsequent auf eine lebenswerte Zukunft aus. Ausbildung AMBITION Netto-Null-Fahrplan im Anlagegeschäft (Transitionsplan) D e z e m b e r 202 5 Bei sämtlichen BEKB- Fonds werden die Swiss Climate Scores angegeben, welche durch die Offenlegung verschiedener CO 2 Parameter die Trans- parenz erhöhen. Der BEKB-Nachhaltig- keitsansatz berück- sichtigt  Unternehmen, die innerhalb ihrer Branche führend sind im Bereich Nachhal- tigkeit. Ökologische Kriterien werden bei allen Investmententschei- dungen miteinbe­ zogen: Ausgeschlos- sen sind Unternehmen im Bereich der fossilen Brennstoffe sowie solche mit einem besonders hohen Klimarisiko. Bei den BEKB-Fonds wird das Ziel verfolgt, den Anteil nachhalti- ger BEKB-Fonds auf über 50% auszubauen bis im Jahr 2025. Die eigenen Finanz- anlagen sollen zu mindestens 85% dem BEKB-Nachhaltigkeits- ansatz entsprechen. Diese Quote wurde in den letzten Jahren übertroffen. Weitere Zielsetzungen Berichterstattung & Transparenz Berichterstattung & Transparenz Veröffentlichung der finanzierten Emissionen des Anlageportfolios seit dem Berichtsjahr 2023 sowie Einord- nung auf dem ange- strebten Klima- Absenkpfad seit dem Berichtsjahr 2024. Bei den BEKB-Fonds werden die Stimm- rechte wahrge- nom men (durch Swiss­ canto Fondsleitung AG). Dabei werden ökolo- gische Grundsätze berücksichtigt. Zum Beispiel wird gegen Vorsitzende gestimmt, wenn ein Unternehmen von der aktuellen Liste der «Climate Action 100+» hohe Treib- hausgasemissionen verursacht und keine Mindestschritte in Richtung Netto-Null unternimmt. Best-in-Class Der Unternehmens- dialog (Engagement) zum Thema Klima soll Wirkung in der Realwirt- schaft erzielen und steht seit dem Jahr 2024 im Zentrum des Fahrplans. Auf internationaler Ebene (via ISS ESG) werden Unternehmen angesprochen, welche hohe Emissionen haben und keine Dekarbonisie- rungstrategie vorwei- sen. In der Schweiz (via Ethos) wird ein Dialog mit den 150 grössten börsenkotierten Schwei- zer Unternehmen unter anderem zum Thema Klimawandel geführt. Active Ownership Ausschlüsse Governance Die Klimaziele wurden vom Verwaltungsrat genehmigt. Der Stand der Zielerreichung wird jährlich im Nachhaltigkeits- bericht offengelegt und von der Geschäftsleitung und vom Verwaltungsrat überprüft. Bei Bedarf werden weitere Massnahmen zur Erreichung der Klimaziele festgelegt. VERANTWORTLICHKEITEN (Accountability) Klimaziele Die BEKB setzt sich im Jahr 2024 wissenschaftsbasierte Klimaziele für eigene Finanzanlagen und Beteiligungen sowie BEKB-Fonds, um bis spätestens im Jahr 2050 Netto-Null-CO 2 -Emissionen zu erreichen. Klimazwischenziele 2030 Bis 2030 sollen sich 70% der Portfolio-Holdings der eigenen Finanzanlagen und Beteiligungen Dekarbonisierungsziele gesetzt haben. Bis 2030 sollen sich 80% der Portfolio-Holdings der BEKB-Fonds Dekarbonisierungs- ziele gesetzt haben. Der Fahrplan wurde erstellt in Anlehnung an TPT (Transition Plan Taskforce), Banks Sector Guidance, April 2024. Weiterführende Informationen zur Festsetzung der Klimaziele und der Berechnungsgrundlage befinden sich im «Bericht über finanzierte Emissionen und Netto-Null-Zwischenziele» sowie im «Bericht über Netto-Null-Zwischenziele im Anlagegeschäft» der Berner Kantonalbank. MASSNAHMEN ( Action ) Beitritt zur Partnership for Carbon Account- ing Financials (PCAF) im Jahr 2020 und Verpflichtung zur jährlichen Publikation einer Klimabilanz für finanzierte Emissionen. Beitritt zur damaligen Net-Zero Banking Alliance (NZBA) im Jahr 2022 und Verpflichtung zur Festsetzung von wissenschaftsbasier- ten Klimazielen.
Abbildung: Netto-Null-Fahrplan (Transitionsplan) im Anlagegeschäft, Stand Dezember 2025

Bei allen Massnahmen gilt es Folgendes zu beachten: Wie wirksam die einzelnen Massnahmen in der Realwirtschaft sind und welcher Anteil der Wirkung der BEKB zuzuschreiben ist, lässt sich nicht zweifelsfrei ermitteln beziehungsweise beziffern.

Dennoch ist die BEKB überzeugt, dass ihre Initiative gemeinsam mit Massnahmen anderer Unternehmen, von Kantonen und Bund dazu beiträgt, Treibhausgase langfristig zu reduzieren und Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Gleiches gilt für weitere Massnahmen, mit denen zwar nicht direkt und unmittelbar Emissionen reduziert werden: Das Festlegen von Klimazielen und Absenkpfaden sowie die Transparenz über den Stand der Zielerreichung dienen als Grundlage für zukünftige Steuerungs- und Reduktionsmassnahmen.

Massnahmen in der Betriebsökologie

Welche Massnahmen die BEKB zur Reduktion der Emissionen im eigenen Betrieb getroffen hat, welche wissenschaftsbasierten Netto-Null-Zwischenziele sie sich gesetzt hat und wie der Netto-Null-Fahrplan (Transitionsplan) der Betriebsökologie aussieht, lesen Sie im Kapitel Betriebsökologie.

Weitere Massnahmen

Auch bei Beschaffungen berücksichtigt die BEKB Umweltaspekte: Sowohl die Lieferanten als auch die gelieferten Produkte und Dienstleistungen müssen den gängigen ökologischen Standards genügen und möglichst aus dem Einzugsgebiet der Bank stammen (siehe Beschaffung).

Mit welchen Produkten und Dienstleistungen die BEKB dazu beiträgt, die Umwelt zu schonen, lesen Sie in den Kapiteln unter «Für Kundinnen und Kunden».

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Chancen und Risiken des Klimawandels

Die BEKB beurteilt die Auswirkungen des Klimawandels im Rahmen ihres Risikomanagements (siehe Geschäftsbericht > Risikomanagement) – dies in Anlehnung an die internationalen und nationalen Initiativen zur verbesserten Berichterstattung über klimabezogene Finanzrisiken. Klimabezogene Risiken werden innerhalb der bestehenden Risikokategorien beurteilt.

Gefahren im Zusammenhang mit den Standorten der Bank oder bezüglich der Sicherstellung der Bankdienstleistungen werden im Rahmen des Business Continuity Managements und des Krisenmanagements beurteilt, und entsprechende Geschäftsfortführungspläne sind definiert. Dabei werden auch Leistungen der Hauptlieferanten berücksichtigt.

Der Klimawandel bietet auch Chancen für die BEKB: Energiepolitische Weichenstellungen, höhere Energiepreise und eine zunehmende Sensibilität der Bevölkerung eröffnen Möglichkeiten im Bereich neuer Finanzierungen (Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz oder im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien) und spezifischer Anlageprodukte.

Das langjährige Umweltengagement und die verantwortungsvolle Geschäftspolitik der BEKB wirken dabei unterstützend. Als Unternehmen mit vergleichsweise geringem Energieverbrauch profitiert die BEKB zudem von der Rückverteilung der CO2-Lenkungsabgabe auf fossile Brennstoffe. Die Bank setzt diese Gelder für Klimaschutzmassnahmen ein, namentlich zur Kompensation beziehungsweise Neutralisierung ihrer betrieblichen CO2-Emissionen (siehe Kompensation verbleibender Emissionen). Indem die BEKB verbleibende CO2-Emissionen kompensiert, hat sie sich einen internen CO2-Preis gesetzt. Dieser schafft einen finanziellen Anreiz zur Emissionsreduktion und schärft das Bewusstsein für die Kosten, die durch die Umweltbelastung entstehen.

Klimabezogene Finanzrisiken

Einordnung und Vorgehen: Klimabezogene Finanzrisiken werden bei der BEKB den anderen («emerging») Risiken zugeordnet. Sie beeinflussen das Risikoprofil der Bank, gehören aber aktuell nicht zu den Toprisiken, welche die Geschäftstätigkeit und die Strategie des Finanzinstituts mittel- bis langfristig beeinflussen.

Die BEKB evaluiert ihre klimabezogenen Finanzrisiken primär im Rahmen eines jährlichen qualitativen, expertenbasierten Prozesses. Der Prozess wird in gemischten Teams aus den Organisationseinheiten Riskmanagement, Nachhaltigkeit, Kreditmanagement sowie Investment Strategy vorangetrieben.

Die Identifikation der klimabezogenen Risikotreiber erfolgte in Anlehnung an CDP (ehemals «Carbon Disclosure Project»). Die Risikotreiber sind klassiert nach «Physischen Risiken» – unterteilt in «akut physisch» und «chronisch physisch» – oder «Übergangsrisiken» (Transitionsrisiken):

Akut physisch

  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit und Schwere von extremen Wetterereignissen (zum Beispiel Hitzewellen, Dürre, heftige Niederschläge, Wirbelstürme)

Chronisch physisch

  • Veränderungen der Niederschlagsmuster und extreme Variabilität der Wettermuster (zum Beispiel steigende Durchschnittstemperaturen, Wasserstress, steigende Meeresspiegel)

Transitorisch

  • Regulation/Markt: erhöhte Preise für Rohstoffe beziehungsweise Emissionen (markt- oder abgabenbedingt)
  • Regulation/Verpflichtung: regulatorische Vorgaben bezüglich Anpassung an den Klimawandel (zum Beispiel Emissionsreduktion, Offenlegung)
  • Technologie: Substitution bestehender Produkte und Dienstleistungen durch emissionsärmere Varianten
  • Markt: veränderte Kundenpräferenzen (zum Beispiel Nachfrage nach nachhaltigen Finanzlösungen, Kundenverlust aufgrund schlechter Umweltperformance)
  • Markt: Unsicherheit in den Marktsignalen (zum Beispiel bezüglich Förderung bestimmter Technologien und Massnahmen; Fehlinvestitionen in neue Technologien)
  • Markt: Schwierigkeiten, Investoren zu gewinnen (zum Beispiel wegen potenzieller Klimarisiken)
  • Reputation: öffentliche Wahrnehmung (zum Beispiel Stakeholder-Feedbacks bezüglich kritischer Finanzierungen/Anlagen, Greenwashing; Stigmatisierung der Branche)

Qualitative Einschätzung: Basierend auf einer bankinternen Systematik wird jeder Risikotreiber auf seine Relevanz hinsichtlich BEKB-Geschäftsaktivitäten geprüft. In diesem Schritt wird das inhärente Risiko aus der Kombination des Risikotreibers und der Geschäftsaktivität beschrieben und qualitativ eingeschätzt. Für jeden Risikotreiber und für jede betroffene Geschäftsaktivität resultiert ein Risikoprofil mit hoher, mittlerer, tiefer oder keiner Relevanz jeweils für die Zeithorizonte kurzfristig (bis 3 Jahre), mittelfristig (zwischen 3 und 8 Jahren) und langfristig (länger als 8 Jahre). Zudem wird das eingeschätzte Risiko einer oder mehreren klassischen Risikokategorien zugeordnet, insbesondere dem operationellen Risiko (inklusive finanzielle Folgen von Rechtsrisiken), dem Kreditrisiko, Marktrisiko oder dem strategischen Risiko (inklusive Geschäftsrisiko bezüglich Nachfrageverhalten der Kundschaft). Eine kritische Überschreitung der Anzahl Risiken von mittlerer Relevanz oder ein Risiko mit hoher Relevanz begründet eine Risikoprofilierung ausserhalb des Risikoappetits. Die Resultate werden jährlich im «Bericht Risikokontrolle» dargestellt.

Quantitative Einschätzung: Im Zentrum des Geschäftsmodells der BEKB steht das Kreditgeschäft, während das Anlagegeschäft eine ergänzende Rolle einnimmt. Aus diesem Grund wird neben der beschriebenen qualitativen Beurteilung seit 2024 eine detaillierte quantitative Einschätzung für das Kreditportfolio der BEKB vorgenommen. Der Schwerpunkt des Kreditgeschäfts liegt beim Hypothekargeschäft, da mehr als 90 Prozent der vergebenen Kundenkredite Hypotheken sind, mit denen Liegenschaften finanziert werden. Aus diesem Grund wurden im Bereich der physischen Risiken Kennzahlen zur Schätzung eines möglichen Gebäudeschadens bei einem Naturereignis hergeleitet. Bei den transitorischen Risiken wurden erwartete Verluste bei einem möglichen Transitionsszenario berechnet. Details dazu in den nachfolgenden Ausführungen.

Künftig sollen vermehrt quantitative Merkmale zur Evaluation von klimabezogenen Finanzrisiken genutzt werden. Hierzu werden laufend neue Erkenntnisse gewonnen, bei denen es gilt, unter Berücksichtigung der Vor- und Nachteile, verschiedene Methoden und Vorgehensweisen gegeneinander abzuwägen. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig modifizierte (weiterentwickelte) Methoden zur Anwendung kommen oder zusätzliche Analysen durchgeführt werden. Solche werden im Rahmen des vorangehend beschriebenen Prozesses evaluiert und erweitert.

Fazit: Aus der oben beschriebenen qualitativen und teilweise quantitativen Beurteilung resultieren keine Risiken mit hoher Relevanz für die BEKB. Das Risikoprofil hinsichtlich klimabezogener Finanzrisiken liegt damit innerhalb des Risikoappetits. Aus diesem Grund wurden im Rahmen des Risikoappetit-Frameworks der BEKB weder Budgets für die Risikosteuerung abgeleitet noch weitere Massnahmen definiert (siehe Geschäftsbericht > Beurteilung und Steuerung der Risiken auf Stufe Gesamtbank [Risikoappetit-Framework]). Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Bewertungen unverändert belassen, da weder die qualitative Einschätzung noch die zugrunde liegenden Kennzahlen auf eine wesentliche Verschlechterung hinweisen. Die Stabilität der Einschätzung deutet darauf hin, dass sich die Risikosituation aus Sicht der Bank nicht signifikant verändert hat. Dennoch ist eine kontinuierliche Beobachtung sinnvoll, insbesondere vor dem Hintergrund möglicher regulatorischer, marktbezogener oder klimatischer Entwicklungen. Die Risiken mit mittlerer Relevanz werden nachfolgend beschrieben. Sie betreffen primär physische Risiken aufgrund extremer Wetterereignisse, regulatorische Vorschriften zur Anpassung an den Klimawandel im Kreditgeschäft und im Bereich Anlegen sowie die Reputation der BEKB.

Akute physische Risiken: Kreditgeschäft
Transitorische Risiken: Kreditgeschäft
Transitorische Risiken: Anlegen
Transitorische Risiken: Gesamtbank

Auswirkungen klimabezogener Chancen und Risiken auf die strategische Gesamt- und Finanzplanung

Die Auswirkungen des Klimawandels und die vielfältigen Bemühungen zu dessen Eindämmung bringen für Finanzinstitute verschiedene Risiken mit sich. Die Unsicherheiten bezüglich der Materialität klimabezogener Risiken sowie des Zeithorizonts, in dem sich diese Risiken voraussichtlich manifestieren, sind erheblich. Ebenso unterliegt die Klimapolitik – und damit die spezifischen Übergangspfade einzelner Wirtschaftssektoren – einer hohen Unsicherheit. Zusätzlich erschweren methodische und datenbezogene Herausforderungen eine zuverlässige Einschätzung und Messung klimabezogener Finanzrisiken.

Vor diesem Hintergrund ist es erforderlich, die Auswirkungen des Klimawandels strategisch zu betrachten. Hierzu dienen szenarienbasierte Klimaverträglichkeitsanalysen, die eine systematische Bewertung und Quantifizierung klimabezogener Finanzrisiken mit der Frage nach strategischen Optionen verknüpfen. Diese Analysen sollen die potenziellen Auswirkungen auf die aktuelle Strategie der BEKB bewerten. Auf Basis dieser strategischen Überlegungen können anschliessend taktische Massnahmen, beispielsweise im Rahmen der Finanzplanung, abgeleitet werden.

Überlegungen zur geschäftspolitischen Positionierung im Bereich Nachhaltigkeit sind ein zentraler Bestandteil zukünftiger strategischer Analysen und prägen die operative Ausrichtung der Bank. Das Risiko finanzieller Verluste aufgrund klimabezogener Risiken stellt dabei nur einen Teilaspekt dar.

Gemäss der vorangehend beschriebenen Risikobeurteilung liegen klimabezogene Finanzrisiken derzeit innerhalb des Risikoappetits der BEKB, sodass die Erkenntnisse aus der Risikoanalyse bisher nicht zu wesentlichen strategischen Anpassungen führen.

Die mit dem Klimawandel und der Umsetzung von Massnahmen zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen im Jahr 2050 verbundenen Chancen und Risiken wirken sich gemäss dem gegenwärtigen qualitativen und quantitativen Analyse- und Erkenntnisstand bei einem geordneten Übergang (NGFS-Szenario «Net Zero 2050») in geringem beziehungsweise bei einem ungeordneten Übergang zur Klimaneutralität (NGFS-Szenario «Disorderly Delayed Transition») in unwesentlichem Mass auf finanzielle Chancen und Risiken der BEKB aus. Hauptgrund für diese insgesamt geringen Auswirkungen ist das Geschäftsmodell der BEKB, das eine umsichtige Kreditpolitik mit einer starken Verankerung im regionalen Hypothekarmarkt ausweist. Dennoch werden die in der Analyse festgestellten finanziellen Risiken in der jährlichen, rollierenden Mittelfristplanung, mit Planungshorizont über drei Jahre, miteinbezogen und berücksichtigt. Ausgaben für Umweltschutz sind in den Linienbudgets enthalten und werden nicht separat quantifiziert.

Resilienz der Strategie

Wie stark sich der Klimawandel letztlich entwickeln wird und ob er durch bereits ergriffene sowie künftige Massnahmen effektiv eingedämmt werden kann, ist derzeit noch unklar. Ebenso bleibt das genaue Ausmass der mit dem Klimawandel verbundenen Risiken offen.

Je nach Entwicklung der definierten Klimaszenarien wirken physische und transitorische Risiken unterschiedlich stark. Auf Basis der bisherigen Analysen lässt sich jedoch ableiten, dass die BEKB grundsätzlich als widerstandsfähig gegenüber dem Klimawandel einzustufen ist. Selbst bei einer intensiveren Entwicklung des Klimawandels und der damit einhergehenden Risiken wäre die BEKB voraussichtlich nur gering betroffen. Grundsätzlich erscheint die BEKB gegenüber transitorischen Risiken anfälliger, da die physischen Risiken – abgesehen vom Hochwasserrisiko – als gering einzustufen sind und derzeit durch Gebäudeversicherungen als Elementarschäden fast vollumfänglich abgedeckt werden.

Dennoch zeigt sich, dass die BEKB bei einem ungeordneten Übergang zur Klimaneutralität stärkeren Auswirkungen von Klimarisiken ausgesetzt wäre als bei einem geordneten Übergang. Die BEKB hat daher ein Interesse daran, dass eine wirksame Klimaschutzpolitik frühzeitig implementiert und gegebenenfalls schrittweise verschärft wird, um Transitionsrisiken zu begrenzen.

Die BEKB weist darauf hin, dass es sich bei den Szenarioanalysen um eine sich entwickelnde Methode handelt, die bei der Vorhersage der Zukunft Herausforderungen mit sich bringt. Ein inhärentes Prognosemerkmal ist ihre Abhängigkeit von einer Reihe von Annahmen, die in unterschiedlichem Masse von der Datenverfügbarkeit und der Induktion beeinflusst werden können.

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Biodiversität

Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist wichtig, um das Überleben von Pflanzen- und Tierarten sicherzustellen und natürliche Ökosysteme, die für sauberes Wasser und saubere Luft sorgen, zu erhalten.

Der potenzielle Einfluss der BEKB auf die Biodiversität ist indirekter Natur, das heisst über ihre Kredit- und Anlageportfolios. Bisher wurden Biodiversitätskriterien nicht explizit und systematisch in den Kredit- und Anlageprozessen berücksichtigt, bei der Festlegung der BEKB-Anlageuniversen sind sie jedoch implizit enthalten (siehe Nachhaltigkeit in allen BEKB-Anlagelösungen):

  • Unternehmen mit schweren beziehungsweise sehr schweren Umweltkontroversen werden aus den Anlageuniversen der BEKB ausgeschlossen. Diese umfassen auch Verstösse gegen das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt.
  • In relevanten Branchen fliessen Kriterien zur Biodiversität in das Nachhaltigkeitsrating ein („Auswirkungen auf Boden und biologische Vielfalt entlang der Wertschöpfungskette“, „Auswirkungen auf Landnutzung und biologische Vielfalt“ und „Schutz der biologischen Vielfalt“). In Branchen mit hohem Einfluss auf diese Themen werden sie entsprechend hoch gewichtet, so in den Branchen Getränke, Bau, Lebensmittel, Schiffstransport, Restaurants und Transportinfrastruktur.

Daraus folgt: Unternehmen mit hoher Auswirkung auf die Biodiversität und (zu) wenig Massnahmen zur Minimierung der negativen Auswirkungen haben es schwer, ein genügend gutes Nachhaltigkeitsrating zu erreichen, um es insbesondere ins BEKB-Nachhaltigkeitsuniversum zu schaffen.

Um ihren Einfluss als Investorin geltend zu machen, hat die BEKB im Jahr 2024 einen aktiven Dialog mit Unternehmen («Engagement») im Bereich der Biodiversität eingeführt (siehe Die BEKB als aktive Investorin).

Ziele und Kennzahlen

Die BEKB hat in ihrem Nachhaltigkeitsleitbild folgende Ziele definiert (Überblick über den Stand der Zielerreichung: siehe Umsetzungsstand der Ziele):

  • Wir tragen im Rahmen unserer Möglichkeiten dazu bei, dass die CO2-Emissionsintensität der finanzierten Gebäude bis 2030 sinkt: Bei Wohnliegenschaften um mindestens 45 Prozent und bei übrigen Liegenschaften um mindestens 35 Prozent gegenüber 2022.
  • Wir legen bis 2025 für weitere Portfolios wissenschaftsbasierte Emissionsreduktionsziele per 2030 fest.
  • Wir richten die Massnahmen zur Emissionsreduktion an unseren wissenschaftsbasierten Klimazielen (science-based targets) aus.

Zusätzlich hat die BEKB 2024 folgende Ziele festgelegt:

  • Bis 2030 sollen sich 70 Prozent der Portfolio-Holdings der eigenen Finanzanlagen und Beteiligungen Klimaziele gesetzt haben.
  • Bis 2030 sollen sich 80 Prozent der Portfolio-Holdings der BEKB-Fonds Klimaziele gesetzt haben.

Kreditgeschäft

Stichtag für die in diesem Kapitel ausgewiesenen Werte ist jeweils der 30. September.

Tabelle Emissionsintensive Sektoren im Kreditportfolio der BEKB1

Anteil in Prozent des Kreditportfolios

2025

2024

Hypothekarportfolio

Hypotheken

92,8%

91,0%

Wohnliegenschaften

68,9%

68,3%

Übrige Liegenschaften

23,9%

22,7%

Portfolio Unternehmenskredite

Total emissionsintensive Sektoren Unternehmenskredite

1,3%

1,3%

Energie

0,3%

0,4%

Öl und Gas

Kohle

Energieerzeugung

0,3%

0,4%

Transport

0,3%

0,3%

Luftverkehr

Seefahrt

0,0%

0,0%

Strassenverkehr

0,2%

0,2%

Schienenverkehr

0,1%

0,1%

Bauwesen und Materialien

0,6%

0,5%

Metalle und Bergbau inkl. Aluminium, Eisen und Stahl

0,1%

0,2%

Chemikalien

0,0%

0,0%

Baumaterialien inkl. Zement

0,1%

0,1%

Immobilienentwicklung und Gebäudemanagement

0,4%

0,3%

Land- und Forstwirtschaft, Lebensmittel

0,1%

0,2%

Getränkeindustrie

0,0%

0,0%

Landwirtschaft

0,0%

0,0%

Nahrungsmittel

0,1%

0,1%

Forstwirtschaft und -produkte

0,0%

0,1%

1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung

Die Kategorisierung nach emissionsintensiven Sektoren erfolgt nach Kriterien der Net-Zero Banking Alliance (NZBA) und der Task Force on Climate-Related Financial Disclosure (TCFD). Eine genaue Aufteilung der emissionsintensiven Sektoren befindet sich im Anhang des Berichts über finanzierte Emissionen und Netto-Null-Zwischenziele.

Die Aufteilung des Kreditportfolios auf emissionsintensive Sektoren hat sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht verändert. Das Hypothekarportfolio macht mit knapp 93 Prozent nach wie vor mit Abstand den grössten Anteil am Kreditportfolio aus und bildet das Kerngeschäft der BEKB. Bei den Unternehmenskrediten entfallen nur rund 18 Prozent auf emissionsintensive Sektoren.

Tabelle Emissionen Wohnliegenschaften und übrige Liegenschaften1

Einheit

2025

2024

2023

2022

Wohnliegenschaften

CO2-Intensität

kg CO2e/m2

25,9

27,3

30,3

29,2

t CO2e/Mio. CHF

6

7

7

7

Absolute Emissionen

t CO2e

129 921

134 818

147 722

142 477

PCAF-Score2

4,0

4,0

4,0

4,0

Übrige Liegenschaften

CO2-Intensität

kg CO2e/m2

26,0

31,6

33,7

34,5

t CO2e/Mio. CHF

11

11

14

13

Absolute Emissionen

t CO2e

85 235

74 790

92 937

85 349

PCAF-Score2

4,0

4,0

4,0

4,0

1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung

2Gibt an, wie gut die Qualität der Daten ist. Skala 1-5 (1 = beste Qualität).

Bei den Wohnliegenschaften konnte seit der Berechnung des Ausgangswertes im Jahr 2022 die Datengrundlage verbessert werden. Mit einem tieferen Anteil an fossilen Heizungen gegenüber dem Vorjahr hat auch die CO2-Intensität pro Quadratmeter abgenommen. Der angestrebte Absenkpfad per 2025 lag bei 23,5 kg CO2e pro Quadratmeter.

Um die Ziele eines CO2-neutralen Gebäudesektors der Schweiz zu erreichen, muss die Umstellung auf nicht fossile Heizungen weiter intensiviert werden. Die BEKB hat Massnahmen zur Erhöhung der Sanierungsrate erarbeitet, die einen positiven Einfluss auf die CO2-Emissionen und somit den Absenkpfad hat (siehe Förderung nachhaltiger Finanzierungen).

Auch bei den übrigen Liegenschaften hat sich die CO2-Intensität gegenüber dem Vorjahr verbessert. Während rund zwei Drittel der Verbesserung unter anderem auf einen tieferen Anteil fossiler Heizsysteme zurückzuführen ist, ist ein Drittel der Verbesserung einer Aktualisierung im Modell zur Herleitung des Energieverbrauchs geschuldet. Der angestrebte Absenkpfad per 2025 lag bei 29,5 kg CO2e pro Quadratmeter.

Tabelle Emissionen der Unternehmenskredite1

Einheit

2025

2024

2023

2022

Unternehmenskredite

Absolute Emissionen Scope 1 und 2

t CO2e

50 949

56 848

56 032

52 105

Absolute Emissionen Scope 3

t CO2e

298 010

367 569

322 746

376 448

PCAF-Score2

4,2

4,3

4,2

4,2

1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung

2Gibt an, wie gut die Qualität der Daten ist. Skala 1-5 (1 = beste Qualität).

Bei den Unternehmenskrediten sind die Emissionswerte mit grosser Schätzunsicherheit behaftet und können durch einzelne Ausreisser stark beeinflusst werden. Dies führt zu einer hohen Volatilität der Werte.

Anlagegeschäft

Stichtag für die in diesem Kapitel ausgewiesenen Werte ist jeweils der 30. September.

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht der Kennzahlen beziehungsweise Indikatoren im Zusammenhang mit klimabezogenen Risiken und Chancen im Anlagegeschäft (sowohl für Finanzanlagen und Beteiligungen als auch für BEKB-Fonds). Details dazu siehe nachfolgende Ausführungen. Nebst Kennzahlen, die den Istzustand abbilden, werden auch zukunftsgerichtete Kennzahlen verwendet.

Kategorie

Kennzahl

Klimabezogene Risiken (Istzustand)

Klimarating (Carbon Risk Rating)

Transitorische Risiken (Istzustand)

Emissionsintensive Sektoren

Emissionsintensität

Transitorische Risiken (Transition zu Netto-Null)

Exposition gegenüber fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien

Transitorische Risiken (Transition zu Netto-Null; Klimaverträglichkeit)

Klimaziele

Globales Erwärmungspotenzial (Implied Temperature Rise)

Klimabezogene Chancen

Beitrag zu SDG 13 Massnahmen zum Klimaschutz

Bei der Selektion der Kennzahlen für die klimabezogenen Finanzrisiken hat sich die BEKB grösstenteils an den Swiss Climate Scores orientiert. Diese gelten in der Schweiz als Best Practice in Bezug auf Transparenz zur Klimaverträglichkeit und Klimarisiken von Investitionen. Bei der Auswahl von aussagekräftigen Kennzahlen wird die BEKB von ISS Sustainability Solutions (ehemals ISS ESG) unterstützt. Die nachfolgend aufgeführten Kennzahlen basieren grösstenteils auf deren Daten. Stehen keine Emissionsdaten von ISS Sustainability Solutions zur Verfügung, werden zur Schätzung von Emissionen insbesondere die Daten von PCAF hinzugezogen.

Die allgemeine Abdeckung (Portfolio Coverage, das heisst Instrumente, die zugeordnet werden können) beträgt bei den Finanzanlagen und Beteiligungen 94,0 Prozent (2024: 92,7 Prozent) und bei den BEKB-Fonds 99,6 Prozent (2024: 98,8 Prozent). Die angegebenen Prozentanteile werden im Folgenden auf 100 Prozent skaliert und bilden damit die Referenz für die weiteren Angaben.

Die BEKB entwickelt ihre klimabezogenen Kennzahlen kontinuierlich weiter. Ihr Ziel ist es, relevante und verlässliche Kennzahlen zu etablieren, die ihre Leistung und Transparenz in Bezug auf ihre Klimaziele fördern sowie erlauben, die potenziellen finanziellen Auswirkungen klimabezogener Risiken und Chancen auf ihr Geschäft zu steuern und zu überwachen. Gegebenenfalls werden Massnahmen zur Steuerung des Portfolios abgeleitet.

Tabelle Emissionsintensive Sektoren (Finanzanlagen und Beteiligungen)1

Anlagevolumen in Prozent

Absolute Emissionen (t CO2)

CO2-Intensität (t CO2/Mio. CHF investiert)

2025

2024

2025

2024

2025

2024

Total emissionsintensive Sektoren2

11,7%

12,2%

127 545

140 752

494

597

Energie

2,0%

2,3%

86 138

92 898

1 932

2 114

Öl und Gas

Kohle

Energieerzeugung

2,0%

2,3%

86 138

92 898

1 932

2 114

Transport

6,2%

5,4%

14 124

8 361

103

80

Luftverkehr

0,0%

0,0%

844

1 037

1 499

1 513

Seefahrt

0,1%

0,0%

860

269

530

386

Strassenverkehr

5,8%

5,3%

10 070

7 040

78

68

Schienenverkehr

0,2%

0,0%

2 351

15

461

151

Bauwesen und Materialien

2,1%

2,5%

15 691

26 349

342

541

Metalle und Bergbau inkl. Aluminium, Eisen und Stahl

0,9%

0,8%

3 732

3 647

198

220

Chemikalien

0,6%

0,8%

6 678

6 657

535

451

Baumaterialien inkl. Zement

0,1%

0,3%

4 906

15 659

1 530

2 407

Immobilienentwicklung und Gebäudemanagement

0,5%

0,6%

375

386

33

35

Land- und Forstwirtschaft, Lebensmittel

1,4%

2,0%

11 592

13 145

369

341

Getränkeindustrie

Landwirtschaft

Nahrungsmittel

1,4%

1,9%

11 469

12 985

372

344

Forstwirtschaft und -produkte

0,0%

0,0%

124

159

212

207

1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung

2Die Portfolio Coverage beträgt 99,7% (2024: 99,8%).

Die Kategorisierung nach emissionsintensiven Sektoren erfolgt nach Kriterien der Net-Zero Banking Alliance (NZBA) und der Task Force on Climate-Related Financial Disclosure (TCFD). Eine genaue Aufteilung der emissionsintensiven Sektoren befindet sich im Anhang des Berichts über finanzierte Emissionen und Netto-Null-Zwischenziele. Die Emissionen beinhalten Scope 1–3.

Das Anlagevolumen in Prozent entspricht dem Anteil des Anlagevolumens in den angezeigten Sektoren am Gesamtvolumen (ohne Doppelzählungen, in Marktpreisen) von CHF 2,5 Milliarden per 30. September 2024 beziehungsweise CHF 3,1 Milliarden per 30. September 2025 und deckt die eigenen Finanzanlagen und Beteiligungen ab.

Tabelle Emissionsintensive Sektoren (BEKB-Fonds)1

Anlagevolumen in Prozent

Absolute Emissionen (t CO2)

CO2-Intensität (t CO2/Mio. CHF investiert)

2025

2024

2025

2024

2025

2024

Total emissionsintensive Sektoren2

14,7%

16,3%

394 181

473 309

641

766

Energie

2,7%

3,0%

120 952

198 397

1 072

1 760

Öl und Gas

0,1%

0,1%

17 551

19 012

3 412

3 670

Kohle

0,0%

0,0%

6 708

6 384

5 415

4 266

Energieerzeugung

2,5%

2,8%

96 693

173 002

908

1 631

Transport

0,9%

1,1%

14 122

10 001

365

231

Luftverkehr

0,0%

0,0%

747

450

1 286

1 250

Seefahrt

0,3%

0,2%

7 283

2 865

544

452

Strassenverkehr

0,2%

0,2%

1 431

2 103

205

227

Schienenverkehr

0,4%

0,7%

4 660

4 582

262

168

Bauwesen und Materialien

6,3%

6,5%

162 226

171 769

616

699

Metalle und Bergbau inkl. Aluminium, Eisen und Stahl

2,0%

1,7%

51 198

32 595

621

512

Chemikalien

1,6%

2,0%

54 272

37 847

807

507

Baumaterialien inkl. Zement

0,9%

1,2%

54 408

98 951

1 408

2 190

Immobilienentwicklung und Gebäudemanagement

1,8%

1,6%

2 348

2 376

31

38

Land- und Forstwirtschaft, Lebensmittel

4,8%

5,7%

96 881

93 141

483

431

Getränkeindustrie

0,2%

0,2%

2 382

2 126

341

284

Landwirtschaft

0,0%

0,0%

326

770

1 674

3 282

Nahrungsmittel

4,4%

4,8%

90 298

77 252

493

427

Forstwirtschaft und -produkte

0,2%

0,7%

3 874

12 993

384

473

1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung

2Die Portfolio Coverage beträgt 98,8% (2024: 97,8%).

Erläuterungen zur Kategorisierung nach emissionsintensiven Sektoren siehe oben.

Das Anlagevolumen in Prozent entspricht dem Anteil des Anlagevolumens in den angezeigten Sektoren am Gesamtvolumen (ohne Doppelzählungen, in Marktpreisen) von CHF 3,8 Milliarden per 30. September 2024 beziehungsweise CHF 4,2 Milliarden per 30. September 2025 und deckt alle BEKB-Fonds ab.

Tabelle Klimarating (Carbon Risk Rating)1

Einheit

2025

2024

Finanzanlagen und Beteiligungen

Klimarating (Carbon Risk Rating) insgesamt

Score

49,7

49,6

Klimarating nicht verfügbar

%

7%

8%

Schwaches Klimamanagement (Rating 0 - 24,9)

%

0%

0%

Mittleres bis gutes Klimamanagement (Rating 25 - 49,9)

%

78%

78%

Sehr gutes Klimamanagement (Rating ab 50)

%

14%

14%

BEKB-Fonds

Klimarating (Carbon Risk Rating) insgesamt

Score

56,2

54,9

Klimarating nicht verfügbar

%

10%

11%

Schwaches Klimamanagement (Rating 0 - 24,9)

%

1%

1%

Mittleres bis gutes Klimamanagement (Rating 25 - 49,9)

%

32%

32%

Sehr gutes Klimamanagement (Rating ab 50)

%

57%

56%

1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung

Das Klimarating (Carbon Risk Rating) zeigt, wie gut die Emittenten das Thema Klima in ihrer Geschäftstätigkeit berücksichtigen, entsprechende Risiken minimieren und wie sie für einen Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschaft positioniert sind. Die Skala reicht von 0 bis 100, wobei ein Rating von 0 bis 24,9 auf ein schwaches Klimamanagement schliessen lässt, von 25 bis 49,9 auf ein mittleres bis gutes und ein Rating ab 50 ein sehr gutes Klimamanagement bedeutet. In den Finanzanlagen und Beteiligungen beträgt das durchschnittliche Klimarating 49,7 (2024: 49,6), in den BEKB-Fonds 56,2 (2024: 54,9).

Das Klimarating (Carbon Risk Rating) wird bei der Definition des Anlageuniversums mitberücksichtigt. Emittenten mit einem schwachen Rating (< 25) werden grundsätzlich aus dem BEKB-Anlageuniversum ausgeschlossen, es sei denn, sie halten einer vertieften Nachhaltigkeitsanalyse stand.

Tabelle Emissionsintensität1

Einheit

2025

2024

Finanzanlagen und Beteiligungen2

CO2-Fussabdruck Scope 1 und 2

tCO2e/CHF Mio. investiert

4,0

9,0

CO2-Fussabdruck Scope 3

tCO2e/CHF Mio. investiert

104,3

103,5

CO2-Intensität Scope 1 und 2

tCO2e/CHF Mio. Ertrag

9,4

18,0

CO2-Intensität Scope 3

tCO2e/CHF Mio. Ertrag

410,4

362,8

BEKB-Fonds3

CO2-Fussabdruck Scope 1 und 2

tCO2e/CHF Mio. investiert

22,1

34,5

CO2-Fussabdruck Scope 3

tCO2e/CHF Mio. investiert

382,2

332,1

CO2-Intensität Scope 1 und 2

tCO2e/CHF Mio. Ertrag

57,4

67,2

CO2-Intensität Scope 3

tCO2e/CHF Mio. Ertrag

1097,0

750,0

1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung

2Die Portfolio Coverage beträgt beim Fussabdruck 99,7% (2024: 99,8%) und bei der Intensität 99,2% (2024: 99,1%).

3Die Portfolio Coverage beträgt beim Fussabdruck 99,1% (2024: 98,7%) und bei der Intensität 96,3% (2024: 95,0%).

Beim Fussabdruck werden die summierten Treibhausgasemissionen der Unternehmen in den Finanzanlagen und Beteiligungen beziehungsweise in den BEKB-Fonds entsprechend ihrem Portfolioanteil zugeteilt.

Bei der Intensität werden die finanzierten Emissionen des Portfolios ins Verhältnis zum Gesamtanteil der Einnahmen, die dem Portfolio zugerechnet werden, gesetzt. Durch die Berücksichtigung des Umsatzes wird die Kennzahl um die Unternehmensgrösse bereinigt.

Tabelle Exposition gegenüber fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien1

Einheit

2025

2024

Finanzanlagen und Beteiligungen2

Anteil des Portfolios in Unternehmen mit Aktivitäten in Kohle

%

0,7%

0,8%

Anteil des Portfolios in Unternehmen mit Aktivitäten in anderen fossilen Brennstoffen

%

1,8%

2,4%

Anteil der Portfolio-Umsätze im Bereich erneuerbarer Energien

%

0,1%

0,1%

BEKB-Fonds3

Anteil des Portfolios in Unternehmen mit Aktivitäten in Kohle

%

0,9%

0,8%

Anteil des Portfolios in Unternehmen mit Aktivitäten in anderen fossilen Brennstoffen

%

8,2%

8,1%

Anteil der Portfolio-Umsätze im Bereich erneuerbarer Energien

%

0,4%

0,6%

1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung

2Die Portfolio Coverage beträgt 99,0% (2024: 99,1%).

3Die Portfolio Coverage beträgt 96,2% (2024: 96,1%).

Es besteht ein wissenschaftlicher Konsens über die Notwendigkeit, aus Kohle und generell aus fossilen Brennstoffen auszusteigen, sowie darüber, dass in erneuerbare Energien investiert werden muss, um die Transition zu Netto-Null zu ermöglichen. Der Umfang der Aktivitäten umfasst die gesamte Wertschöpfungskette, von der Exploration, dem Bergbau, der Gewinnung, der Produktion, der Verarbeitung, der Lagerung, der Raffination oder dem Vertrieb, einschliesslich Transport, Lagerung und Handel. Wird ein Unternehmen als exponiert eingestuft, wird der gesamte Unternehmenswert im Portfolio gemeldet.

Erneuerbare Energie ist eine Art von Energie, die aus natürlichen Quellen oder Prozessen stammt, die sich ständig erneuern. Die bekanntesten Arten sind Windenergie, Solarenergie, Geothermie, Wasserkraft und Biomasse. Hat ein Unternehmen Einnahmen im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien (zum Beispiel Produkte, Dienstleistungen, Infrastrukturprojekte, welche die Entwicklung, den Vertrieb oder die Erzeugung von erneuerbaren Energien unterstützen), wird als Aggregationsmethode ein nach Marktwert gewichteter Durchschnitt auf der Grundlage der Einnahmen der Unternehmen im Portfolio angewendet.

Tabelle Klimaziele1, 2

Einheit

2025

2024

Finanzanlagen und Beteiligungen

Kein Klimaziel

%

38%

39%

Nicht ambitioniertes Klimaziel

%

2%

7%

Klimaziel vorhanden (Total Ambitioniertes Klimaziel, SBTi committed und SBTi approved)

%

60%

54%

Ambitioniertes Klimaziel

%

10%

5%

SBTi committed

%

7%

12%

SBTi approved

%

43%

38%

BEKB-Fonds

Kein Klimaziel

%

10%

14%

Nicht ambitioniertes Klimaziel

%

15%

19%

Klimaziel vorhanden (Total Ambitioniertes Klimaziel, SBTi committed und SBTi approved)

%

75%

67%

Ambitioniertes Klimaziel

%

17%

11%

SBTi committed

%

8%

14%

SBTi approved

%

50%

42%

1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung

2Für die Beurteilung, ob ein Portfoliounternehmen adäquate Dekarbonisierungsziele gesetzt hat, stützt sich die BEKB auf Daten von ISS Sustainability Solutions (ehemals ISS ESG), die folgende Ausprägungen unterscheidet: kein Klimaziel, nicht ambitioniertes Klimaziel, ambitioniertes Klimaziel, Klimaziel gemäss Science Based Target Initiative SBTi (SBTi committed beziehungsweise SBTi approved). Bei Unternehmen, die sich ein ambitioniertes Klimaziel oder ein Klimaziel gemäss SBTi gesetzt haben, erachtet die BEKB die Anforderung als erfüllt (Klimaziel vorhanden).

Die obenstehende Tabelle umfasst börsenkotierte Aktien und Unternehmensobligationen.

Immer mehr Unternehmen bekennen sich zu Netto-Null-Emissionszielen und formulieren Zwischenziele. Die Wirksamkeit solcher Bekenntnisse hängt davon ab, ob die Zwischenziele glaubwürdig, wissenschaftlich fundiert und transparent sind.

Die BEKB hat 2024 als Ziele festgelegt, dass sich bis 2030 70 Prozent der Portfolio-Holdings der eigenen Finanzanlagen und Beteiligungen sowie 80 Prozent der Portfolio-Holdings der BEKB-Fonds Klimaziele gesetzt haben.

Tabelle Globales Erwärmungspotenzial (Implied Temperature Rise)1

Einheit

2025

2024

Finanzanlagen und Beteiligungen2

Implied Temperature Rise gewichtet nach finanzierten Emissionen

°C

1,6

1,7

Anteil an Unternehmen mit Implied Temperature Rise > 2°C

%

0,6%

0,6%

BEKB-Fonds3

Implied Temperature Rise gewichtet nach finanzierten Emissionen

°C

1,8

1,9

Anteil an Unternehmen mit Implied Temperature Rise > 2°C

%

5,2%

6,6%

1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung

2Die Portfolio Coverage beträgt 97,1% (2024: 98,2%).

3Die Portfolio Coverage beträgt 85,8% (2024: 84,9%).

Dies ist das Ausmass der globalen Erwärmung, das eintreten würde, wenn die Weltwirtschaft mit der gleichen Ambition handeln würde, wie es die Portfolio-Unternehmen beabsichtigen. Die verwendeten Klimaszenarien sind Abschätzungen, wie sich das zukünftige Klima entwickelt. Sie werden mithilfe von Klimamodellen und Annahmen zum zukünftigen Ausstoss an Treibhausgasen erstellt. Enthalten sind Aktien und Unternehmensanleihen.

Tabelle Beitrag zu SDG 13 Massnahmen zum Klimaschutz1

Einheit

2025

2024

Finanzanlagen und Beteiligungen

Signifikant positiver Beitrag

%

2%

3%

Begrenzt positiver Beitrag

%

10%

11%

Keine (eindeutige) Wirkung

%

0%

1%

Begrenzt negativer Beitrag

%

87%

85%

Signifikant negativer Beitrag

%

0%

0%

Keine Angaben

%

1%

1%

BEKB-Fonds

Signifikant positiver Beitrag

%

6%

8%

Begrenzt positiver Beitrag

%

67%

63%

Keine (eindeutige) Wirkung

%

3%

2%

Begrenzt negativer Beitrag

%

20%

22%

Signifikant negativer Beitrag

%

0%

0%

Keine Angaben

%

4%

4%

1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung

Es wird aufgezeigt, inwiefern investierte Unternehmen einen Beitrag zum Sustainable Development Goal (SDG) 13 (Massnahmen zum Klimaschutz) der UNO leisten. Dies kann einerseits durch Geschäftspraktiken oder andererseits durch die Nutzung der hergestellten Produkte und Dienstleistungen erfolgen.