BEKB Geschäftsbericht 2025

Globale Entwicklung

Mit der Wiederwahl Donald Trumps konnte im Jahr 2025 nicht von einer Rückkehr zur Normalität ausgegangen werden. Dass das Jahr 2025 von Eingriffen in die Geopolitik geprägt sein würde, war absehbar, die Intensität aber unsicher. Sowohl die Wirtschaft als auch die Finanzmärkte erlebten ein turbultents Jahr.

Die sprunghafte US-Aussen- und Handelspolitik verunsicherte Unternehmen und Haushalte gleichermassen. Dies zeigte sich im seit drei Jahren schwächelnden Industriesektor, der sich auch 2025 unter seinen Kapazitätsmöglichkeiten entwickelte. Der Dienstleistungssektor wuchs hingegen robust und stützte damit das globale Wirtschaftswachstum. Aktuelle Hochrechnungen zeigen trotz dieses herausfordernden Umfelds ein positives Wachstum: Die USA liegen bei 2 Prozent, während die Eurozone und die Schweiz jeweils etwas über 1 Prozent notieren.

Die Unsicherheiten der letzten Jahre machen sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. In den USA und der Schweiz stieg die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vorjahr um je 0,4 Prozentpunkte. Die USA bleiben mit 4,4 Prozent nach wie vor unter ihrem langjährigen Durchschnitt. Der Schweizer Arbeitsmarkt liegt mit einer Quote von 3 Prozent hingegen im Bereich seines langjährigen Durchschnitts. In der Eurozone blieb das Verhältnis von Erwerbslosen zu Erwerbstätigen konstant.

Ein heterogenes Bild zeigt sich bei der Inflationsentwicklung. In der Schweiz sank die Teuerung auf knapp über 0 Prozent. In der Eurozone bewegen sich die Preisveränderungen mittlerweile im definierten Zielband von 2 Prozent. In den USA hingegen lag die Inflation auch 2025 über dem Zielband und notierte zum Jahresende bei 2,7 Prozent. Diese unterschiedlichen Entwicklungen spiegelten sich auch in der Leitzinsgestaltung der Zentralbanken wider.

Die Europäische Zentralbank und die Schweizerische Nationalbank setzten ihre Lockerungen fort und beendeten mit einem vorerst letzten Zinsschritt im Juni ihre Zinssenkungsrunde. Zum Jahresende liegt der Leitzins in der Eurozone bei 2 Prozent und in der Schweiz bei 0 Prozent. Obwohl die Markterwartung in der Schweiz zeitweise eine erneute Einführung von Negativzinsen anzeigte, dürften die Hürden für eine solche Entwicklung aktuell hoch sein. Eine längere Senkungspause hingegen legte die US-Zentralbank ein. Eine weiterhin erhöhte Inflation, eine robuste Konjunktur und Unsicherheiten über die neue US-Zollpolitik liessen die US-Zentralbank vorsichtig agieren. Erst im zweiten Halbjahr reduzierte sie den US-Leitzins in zwei Schritten auf 3,75 Prozent.

Die längerfristigen Zinsen zeigten global eine divergente Entwicklung. Während die Rendite für zehnjährige Eidgenossen-Anleihen Ende 2025 bei 0,33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert notierte, kamen die 10-jährigen Renditen in den USA deutlich zurück, während sie in der Eurozone mehrheitlich stiegen. Letzteres ist auf die im Februar 2025 erfolgte Ankündigung Deutschlands zur massiven Erhöhung der Staatsausgaben zurückzuführen. In Kombination mit den Zinssenkungen führte dies dazu, dass sich die Zinskurven im zweiten Halbjahr normalisierten. Das heisst, dass die kurzfristigen Zinsen unter den langfristigen notieren.

Die Finanzmärkte waren 2025 zwar von deutlichen Schwankungen geprägt, verzeichneten zu Jahresende aber über fast alle Anlageklassen hinweg eine gute bis sehr gute Performance. Die Aktienmärkte in Europa und der Schweiz starteten mit einem Kursfeuerwerk ins Jahr. Im April kam es nach Donald Trumps Ankündigung restriktiver US-Importzölle zu Kursverlusten von rund 15 Prozent. Dieser Einbruch konnte im zweiten Halbjahr wieder wettgemacht werden und endete mit einer Jahresendrally. Gemessen in Lokalwährungen erreichten Aktienindizes mancher Länder in Europa und Amerika neue historische Höchststände. Bemerkenswert war die Entwicklung von Schwellenländeraktien. Diese erzielten eine Performance in Schweizer Franken von 17 Prozent und lagen damit gleichauf wie Schweizer Aktien; noch besser schnitten mit 19 Prozent europäische Aktien ab. Aufgrund des schwachen Dollars entwickelte sich die Performance der US-Aktien in Schweizer Franken mit 3 Prozent deutlich schwächer. Gold setzte auch 2025 seinen Höhenflug mit einer Performance in Schweizer Franken von rund 45 Prozent fort. Schweizer Immobilienfonds überzeugten ebenfalls mit einem Anstieg von knapp 10 Prozent. Nach einem guten Anlagejahr 2024 konnte auch das Jahr 2025 mit starker Performance überzeugen.