BEKB Geschäftsbericht 2025

Unternehmerische Haltung

Das restliche Aktienpaket (51,5 Prozent, Stand 31.12.2025) verbleibt beim Kanton Bern, der laut Kantonsverfassung zur Förderung der volkswirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eine Kantonalbank betreibt und die Stabilität des Aktionariats sicherstellt. Durch eine klare Trennung zwischen Eigentümern und Bankführung wurde der politische Einfluss auf die BEKB reduziert und die unternehmerische Ausrichtung der Bank gestärkt. Im Verwaltungsrat sind Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft vertreten. Beide Partner, der Kanton wie auch die Bank, haben der Rechtsform als privatrechtliche Aktiengesellschaft zusätzlichen Handlungsspielraum gewonnen.

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat 2025 aufgrund einer Motion aus dem Grossen Rat, die eine Auslegeordnung der Aktienbeteiligung des Kantons an der BEKB mit verschiedenen Szenarien (Status quo, Reduktion der Aktienbeteiligung auf einen Drittel sowie vollständige Abschaffung der Beteiligung) verlangte, einen Bericht erstellt. Die Behandlung des Berichts im Grossen Rat des Kantons Bern erfolgte in der Sommersession 2025. Der Grosse Rat hat dabei im Rahmen eines Grundsatzentscheids mit 127 zu 12 Stimmen bei 5 Enthaltungen deutlich beschlossen, dass der Kanton weiterhin Mehrheitsaktionär der BEKB bleiben wird.

Die BEKB ist nach wie vor der Ansicht, dass sich sowohl das aktuelle Modell der Eigentümerstruktur als auch die nachhaltige Geschäfts- und Risikopolitik sowie die klare Trennung der politischen und unternehmerischen Verantwortlichkeiten in den letzten drei Jahrzehnten bewährt haben. Eine Bank mit einer gesunden Bilanz, einer starken Eigenmittelbasis und einer erfolgreichen Unternehmensführung bietet den besten Gläubigerschutz. Die BEKB setzt die Eignerstrategie des Kantons Bern, bei der sich der Kanton Bern zu einer unabhängigen und erfolgreichen, in allen seinen Regionen tätigen Bank mit Sitz in Bern bekennt, konsequent um. Sowohl der Kanton Bern als auch die BEKB sind langfristig und nachhaltig orientiert und setzen sich für die Menschen in ihrem Wirtschafts- und Lebensraum ein.