Die BEKB ist bestrebt, negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt zu minimieren. Dabei spielen insbesondere die finanzierten Emissionen – die durch Kredite und Investitionen finanzierten Treibhausgasemissionen – eine wichtige Rolle.
Die Geschäftstätigkeit einer Bank hat Auswirkungen auf das Klima. Die bedeutendsten Auswirkungen manifestieren sich indirekt über die angebotenen Finanzdienstleistungen, das heisst über finanzierte Emissionen: CO2-Emissionen von Unternehmen, die durch Kredite einer Bank finanziert werden, Emissionen von Gebäuden, die mit einer Hypothek finanziert werden, oder Emissionen, die durch Unternehmen, Staaten oder andere Anlageklassen, in die investiert wird (kundenseitig oder als bankeigene Anlagen), verursacht werden.
Durch den Klimawandel entstehen einer Bank entsprechende Risiken und Chancen – hauptsächlich im Kredit- und im Anlagegeschäft: Physische Risiken im Kreditgeschäft ergeben sich je nach Standorten der mit Hypotheken belehnten Liegenschaften oder nach Geschäftsaktivitäten finanzierter Unternehmen (zum Beispiel Landwirtschaft oder Energieversorgung); analog im Anlagegeschäft (Standorte und Aktivitäten der Unternehmen, Staaten usw., in die investiert wird). Transitionsrisiken entstehen hauptsächlich durch die Finanzierung beziehungsweise Investition in emissionsintensive Werte sowie durch die Entwicklung regulatorischer oder gesetzlicher Vorgaben (Compliance-Risiko) oder durch Verpflichtungen zur Einsparung von Emissionen (Reputationsrisiko; strategisches Risiko). Chancen bieten sich durch die Entwicklung neuer Bankprodukte und -dienstleistungen oder die Investition in Unternehmen, die vom Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft profitieren.
Die Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden, das heisst, die Treibhausgase auf Netto-Null zu reduzieren. Neben der Realwirtschaft, die durch die Produktion und den Konsum von Gütern und Dienstleistungen direkten Einfluss auf die Umwelt hat, können auch Finanzinstitute einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten.
Die BEKB ist sich dieser Rolle bewusst. Sie will zu einer klimafreundlichen Wirtschaft beitragen, zum Beispiel mit einer gezielten Kundenberatung oder mit Anreizen für energieeffiziente Liegenschaften. Sie will ausserdem darauf hinwirken, dass Hürden auf dem Weg zu Netto-Null überwunden werden können – Hürden wie zum Beispiel Anreiz- und Steuerungsmechanismen oder Datengrundlagen zur Berechnung finanzierter Emissionen. Deswegen hat sie sich verschiedenen Initiativen angeschlossen (siehe Mitgliedschaften und Initiativen) und sich zum Ziel gesetzt, ihre Kredit- und Anlageportfolios bis spätestens 2050 auf Netto-Null-Emissionen auszurichten.
Im Jahr 2024 hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) gemeinsam mit dem Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) einen Klimatest des Schweizer Finanzmarktes durchgeführt. Der Test lief unter dem Titel «PACTA Klimatest 2024» (Paris Agreement Capital Transition Assessment). Die BEKB nahm bereits zum dritten Mal an der freiwilligen Analyse teil, sowohl mit ihren Anlageportfolien als auch mit ihrem Hypothekarportfolio. Damit hat sie als eine von 34 Banken einen Beitrag dazu geleistet, Transparenz über die Fortschritte des Schweizer Finanzmarkts bei der Erreichung der Klimaziele zu schaffen.
Die BEKB hat sich wissenschaftsbasierte Klimaziele gesetzt und Massnahmen initiiert, um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Im Jahr 2023 hat die BEKB erstmals die finanzierten Emissionen aus dem Kreditportfolio berechnet, offengelegt und wissenschaftsbasierte Klimaziele für das Hypothekarportfolio mit Zwischenzielen per 2030 festgelegt (siehe Ziele und Kennzahlen).
Die Emissionsberechnungen basieren auf dem PCAF-Standard (The Global GHG Accounting and Reporting Standard Part A: Financed Emissions, Second Edition 2022). Das Kreditportfolio wird dafür in die von der PCAF definierten Asset-Klassen «Hypotheken Wohnliegenschaften» (Mortgages), «Hypotheken übrige Liegenschaften» (Commercial real estate) und «Unternehmenskredite» (Business loans and unlisted equity) aufgeteilt.
Weitere Angaben zur Festlegung und Steuerung der Klimaziele sowie zu den Emissionsberechnungen sind im Bericht über finanzierte Emissionen und Netto-Null-Zwischenziele ausgeführt.
Um die Klimaziele im Hypothekarportfolio zu erreichen, hat die BEKB ihre Anstrengungen im Bereich der energetischen Sanierung intensiviert. Sowohl im Bestandes- als auch im Neukundengeschäft richtet sich der Fokus auf die Erhöhung der Sanierungsrate, insbesondere durch den Ersatz fossiler Heizsysteme. Die Umstellung auf nicht fossile Heizsysteme hat den grössten Einfluss auf die Emissionsminderung.
Ein zentrales Element zur Erhöhung der Sanierungsrate ist der Sanierungsplaner myky. Seit Anfang 2024 dient dieser zur Aufklärung und Wissensvermittlung in der Kundenberatung und unterstützt Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer bei der Planung von Sanierungen (siehe myky-Plattform für nachhaltiges Eigenheim).
Im Frühling 2025 hat die BEKB ihre Renovationshypothek Eco durch myky-Hypotheken abgelöst (siehe myky-Hypotheken mit Zinsvorteil) und gezielte Marktbearbeitungsmassnahmen gestartet. Dadurch erwartet die Bank eine Steigerung der Sanierungsrate, um ihr Netto-Null-Zwischenziel 2030 zu erreichen. Die Massnahmen dazu hat sie im August 2024 erstmals im Netto-Null-Fahrplan (Transitionsplan) im Hypothekargeschäft offengelegt. Nachfolgend der aktualisierte Fahrplan:
Bei allen Massnahmen gilt es Folgendes zu beachten: Wie wirksam die einzelnen Massnahmen in der Realwirtschaft sind und welcher Anteil der Wirkung der BEKB zuzuschreiben ist, lässt sich nicht zweifelsfrei ermitteln beziehungsweise beziffern. Zwar sensibilisiert und informiert die BEKB ihre Kundinnen und Kunden aktiv bezüglich nachhaltiger Gebäudesanierungen, zeigt Möglichkeiten auf und bietet finanzielle Anreize – der Entscheid für die Umsetzung und den Umsetzungszeitpunkt liegt aber immer bei der Kundschaft und wird von zahlreichen weiteren Faktoren beeinflusst.
Dennoch ist die BEKB überzeugt, dass ihre Initiative gemeinsam mit Massnahmen anderer Unternehmen, von Kantonen und Bund dazu beiträgt, Treibhausgase langfristig zu reduzieren und Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Gleiches gilt für weitere Massnahmen, mit denen zwar nicht direkt und unmittelbar Emissionen reduziert werden: Das Festlegen von Klimazielen und Absenkpfaden sowie die Transparenz über den Stand der Zielerreichung dienen als Grundlage für zukünftige Steuerungs- und Reduktionsmassnahmen.
Im Jahr 2023 hat die BEKB erstmals die finanzierten Emissionen aus dem Anlageportfolio der Finanzanlagen und Beteiligungen sowie der BEKB-Fonds berechnet und offengelegt. 2024 hat sie wissenschaftsbasierte Klimaziele für ihre Finanzanlagen und Beteiligungen sowie für die BEKB-Fonds definiert (siehe Ziele und Kennzahlen). Damit untermauert die Bank auch im Anlagebereich ihr Versprechen, die Transformation der Wirtschaft in Richtung Netto-Null zu unterstützen.
Die Emissionsberechnungen basieren auf dem PCAF-Standard (The Global GHG Accounting and Reporting Standard Part A: Financed Emissions, Second Edition 2022). Dabei wurden nach der PCAF die Anlageklassen «Börsennotierte Aktien», «Börsennotierte Unternehmensanleihen», Staatsanleihen sowie innerhalb der berücksichtigten Anlageportfolios eingesetzte Drittfonds berücksichtigt. Die Emissionsdaten werden von ISS Sustainability Solutions (ehemals ISS ESG) bezogen und liefern Daten für Aktien und Anleihen gelisteter Unternehmen. Die Emissionsberechnungen enthalten gemäss dem PCAF-Standard die Emissionen von Scope 1, 2 und 3. Für die Emissionsberechnungen für Länder und Unternehmen, bei denen keine Emissionsdaten vorliegen, werden Daten der PCAF-Datenbank sowie des United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) verwendet. Zusammen mit dem Climate Analytics Team von ISS Sustainability Solutions wurden die Berechnungen der Emissionen für das Anlageportfolio anhand eines repräsentativen Beispielportfolios geprüft und plausibilisiert.
Bei börsenkotierten Aktien als Beispiel werden die finanzierten Emissionen für jede Aktienposition der BEKB mit Daten von ISS Sustainability Solutions berechnet. Diese liefern Emissionsdaten für gelistete Unternehmen, aufgeteilt nach Scope 1, 2 und 3. Bei der Berechnung der finanzierten Emissionen aus Sicht der BEKB werden gemäss PCAF die jährlichen Emissionen eines Unternehmens auf der Grundlage des Verhältnisses zwischen dem ausstehenden Betrag und dem Marktwert des Unternehmens berechnet.
Weitere Angaben zur Festlegung und Steuerung der Klimaziele sowie zu den Emissionsberechnungen sind im Bericht über finanzierte Emissionen und Netto-Null-Zwischenziele sowie im Bericht über Netto-Null-Zwischenziele im Anlagegeschäft ausgeführt.
Der Anspruch der BEKB ist, dass die Klimaziele in der Realwirtschaft eine Wirkung entfalten. Entsprechend sollen die Ziele im Bereich Anlagen nicht in erster Linie über Einschränkungen des investierbaren Universums oder durch Unter- und Übergewichtung innerhalb der Portfolios erreicht werden. Vielmehr steht eine «Active Ownership» im Vordergrund, das heisst die Wahrnehmung der Stimmrechte und der Dialog mit Unternehmen («Voting and Engagement»).
Im Jahr 2024 hat die BEKB ihre Engagement-Aktivitäten im Bereich Klimaschutz erweitert und sich gemeinsamen Initiativen angeschlossen (siehe Die BEKB als aktive Investorin). Mit einem Klimaengagement werden folgende Ziele verfolgt:
Details zu den Massnahmen, um die Netto-Null-Ziele zu erreichen, werden im nachfolgenden «Netto-Null-Fahrplan im Anlagegeschäft» offengelegt.
Bei allen Massnahmen gilt es Folgendes zu beachten: Wie wirksam die einzelnen Massnahmen in der Realwirtschaft sind und welcher Anteil der Wirkung der BEKB zuzuschreiben ist, lässt sich nicht zweifelsfrei ermitteln beziehungsweise beziffern.
Dennoch ist die BEKB überzeugt, dass ihre Initiative gemeinsam mit Massnahmen anderer Unternehmen, von Kantonen und Bund dazu beiträgt, Treibhausgase langfristig zu reduzieren und Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Gleiches gilt für weitere Massnahmen, mit denen zwar nicht direkt und unmittelbar Emissionen reduziert werden: Das Festlegen von Klimazielen und Absenkpfaden sowie die Transparenz über den Stand der Zielerreichung dienen als Grundlage für zukünftige Steuerungs- und Reduktionsmassnahmen.
Welche Massnahmen die BEKB zur Reduktion der Emissionen im eigenen Betrieb getroffen hat, welche wissenschaftsbasierten Netto-Null-Zwischenziele sie sich gesetzt hat und wie der Netto-Null-Fahrplan (Transitionsplan) der Betriebsökologie aussieht, lesen Sie im Kapitel Betriebsökologie.
Auch bei Beschaffungen berücksichtigt die BEKB Umweltaspekte: Sowohl die Lieferanten als auch die gelieferten Produkte und Dienstleistungen müssen den gängigen ökologischen Standards genügen und möglichst aus dem Einzugsgebiet der Bank stammen (siehe Beschaffung).
Mit welchen Produkten und Dienstleistungen die BEKB dazu beiträgt, die Umwelt zu schonen, lesen Sie in den Kapiteln unter «Für Kundinnen und Kunden».
Die BEKB beurteilt die Auswirkungen des Klimawandels im Rahmen ihres Risikomanagements (siehe Geschäftsbericht > Risikomanagement) – dies in Anlehnung an die internationalen und nationalen Initiativen zur verbesserten Berichterstattung über klimabezogene Finanzrisiken. Klimabezogene Risiken werden innerhalb der bestehenden Risikokategorien beurteilt.
Gefahren im Zusammenhang mit den Standorten der Bank oder bezüglich der Sicherstellung der Bankdienstleistungen werden im Rahmen des Business Continuity Managements und des Krisenmanagements beurteilt, und entsprechende Geschäftsfortführungspläne sind definiert. Dabei werden auch Leistungen der Hauptlieferanten berücksichtigt.
Der Klimawandel bietet auch Chancen für die BEKB: Energiepolitische Weichenstellungen, höhere Energiepreise und eine zunehmende Sensibilität der Bevölkerung eröffnen Möglichkeiten im Bereich neuer Finanzierungen (Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz oder im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien) und spezifischer Anlageprodukte.
Das langjährige Umweltengagement und die verantwortungsvolle Geschäftspolitik der BEKB wirken dabei unterstützend. Als Unternehmen mit vergleichsweise geringem Energieverbrauch profitiert die BEKB zudem von der Rückverteilung der CO2-Lenkungsabgabe auf fossile Brennstoffe. Die Bank setzt diese Gelder für Klimaschutzmassnahmen ein, namentlich zur Kompensation beziehungsweise Neutralisierung ihrer betrieblichen CO2-Emissionen (siehe Kompensation verbleibender Emissionen). Indem die BEKB verbleibende CO2-Emissionen kompensiert, hat sie sich einen internen CO2-Preis gesetzt. Dieser schafft einen finanziellen Anreiz zur Emissionsreduktion und schärft das Bewusstsein für die Kosten, die durch die Umweltbelastung entstehen.
Einordnung und Vorgehen: Klimabezogene Finanzrisiken werden bei der BEKB den anderen («emerging») Risiken zugeordnet. Sie beeinflussen das Risikoprofil der Bank, gehören aber aktuell nicht zu den Toprisiken, welche die Geschäftstätigkeit und die Strategie des Finanzinstituts mittel- bis langfristig beeinflussen.
Die BEKB evaluiert ihre klimabezogenen Finanzrisiken primär im Rahmen eines jährlichen qualitativen, expertenbasierten Prozesses. Der Prozess wird in gemischten Teams aus den Organisationseinheiten Riskmanagement, Nachhaltigkeit, Kreditmanagement sowie Investment Strategy vorangetrieben.
Die Identifikation der klimabezogenen Risikotreiber erfolgte in Anlehnung an CDP (ehemals «Carbon Disclosure Project»). Die Risikotreiber sind klassiert nach «Physischen Risiken» – unterteilt in «akut physisch» und «chronisch physisch» – oder «Übergangsrisiken» (Transitionsrisiken):
Akut physisch
Chronisch physisch
Transitorisch
Qualitative Einschätzung: Basierend auf einer bankinternen Systematik wird jeder Risikotreiber auf seine Relevanz hinsichtlich BEKB-Geschäftsaktivitäten geprüft. In diesem Schritt wird das inhärente Risiko aus der Kombination des Risikotreibers und der Geschäftsaktivität beschrieben und qualitativ eingeschätzt. Für jeden Risikotreiber und für jede betroffene Geschäftsaktivität resultiert ein Risikoprofil mit hoher, mittlerer, tiefer oder keiner Relevanz jeweils für die Zeithorizonte kurzfristig (bis 3 Jahre), mittelfristig (zwischen 3 und 8 Jahren) und langfristig (länger als 8 Jahre). Zudem wird das eingeschätzte Risiko einer oder mehreren klassischen Risikokategorien zugeordnet, insbesondere dem operationellen Risiko (inklusive finanzielle Folgen von Rechtsrisiken), dem Kreditrisiko, Marktrisiko oder dem strategischen Risiko (inklusive Geschäftsrisiko bezüglich Nachfrageverhalten der Kundschaft). Eine kritische Überschreitung der Anzahl Risiken von mittlerer Relevanz oder ein Risiko mit hoher Relevanz begründet eine Risikoprofilierung ausserhalb des Risikoappetits. Die Resultate werden jährlich im «Bericht Risikokontrolle» dargestellt.
Quantitative Einschätzung: Im Zentrum des Geschäftsmodells der BEKB steht das Kreditgeschäft, während das Anlagegeschäft eine ergänzende Rolle einnimmt. Aus diesem Grund wird neben der beschriebenen qualitativen Beurteilung seit 2024 eine detaillierte quantitative Einschätzung für das Kreditportfolio der BEKB vorgenommen. Der Schwerpunkt des Kreditgeschäfts liegt beim Hypothekargeschäft, da mehr als 90 Prozent der vergebenen Kundenkredite Hypotheken sind, mit denen Liegenschaften finanziert werden. Aus diesem Grund wurden im Bereich der physischen Risiken Kennzahlen zur Schätzung eines möglichen Gebäudeschadens bei einem Naturereignis hergeleitet. Bei den transitorischen Risiken wurden erwartete Verluste bei einem möglichen Transitionsszenario berechnet. Details dazu in den nachfolgenden Ausführungen.
Künftig sollen vermehrt quantitative Merkmale zur Evaluation von klimabezogenen Finanzrisiken genutzt werden. Hierzu werden laufend neue Erkenntnisse gewonnen, bei denen es gilt, unter Berücksichtigung der Vor- und Nachteile, verschiedene Methoden und Vorgehensweisen gegeneinander abzuwägen. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig modifizierte (weiterentwickelte) Methoden zur Anwendung kommen oder zusätzliche Analysen durchgeführt werden. Solche werden im Rahmen des vorangehend beschriebenen Prozesses evaluiert und erweitert.
Fazit: Aus der oben beschriebenen qualitativen und teilweise quantitativen Beurteilung resultieren keine Risiken mit hoher Relevanz für die BEKB. Das Risikoprofil hinsichtlich klimabezogener Finanzrisiken liegt damit innerhalb des Risikoappetits. Aus diesem Grund wurden im Rahmen des Risikoappetit-Frameworks der BEKB weder Budgets für die Risikosteuerung abgeleitet noch weitere Massnahmen definiert (siehe Geschäftsbericht > Beurteilung und Steuerung der Risiken auf Stufe Gesamtbank [Risikoappetit-Framework]). Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Bewertungen unverändert belassen, da weder die qualitative Einschätzung noch die zugrunde liegenden Kennzahlen auf eine wesentliche Verschlechterung hinweisen. Die Stabilität der Einschätzung deutet darauf hin, dass sich die Risikosituation aus Sicht der Bank nicht signifikant verändert hat. Dennoch ist eine kontinuierliche Beobachtung sinnvoll, insbesondere vor dem Hintergrund möglicher regulatorischer, marktbezogener oder klimatischer Entwicklungen. Die Risiken mit mittlerer Relevanz werden nachfolgend beschrieben. Sie betreffen primär physische Risiken aufgrund extremer Wetterereignisse, regulatorische Vorschriften zur Anpassung an den Klimawandel im Kreditgeschäft und im Bereich Anlegen sowie die Reputation der BEKB.
Die Auswirkungen des Klimawandels und die vielfältigen Bemühungen zu dessen Eindämmung bringen für Finanzinstitute verschiedene Risiken mit sich. Die Unsicherheiten bezüglich der Materialität klimabezogener Risiken sowie des Zeithorizonts, in dem sich diese Risiken voraussichtlich manifestieren, sind erheblich. Ebenso unterliegt die Klimapolitik – und damit die spezifischen Übergangspfade einzelner Wirtschaftssektoren – einer hohen Unsicherheit. Zusätzlich erschweren methodische und datenbezogene Herausforderungen eine zuverlässige Einschätzung und Messung klimabezogener Finanzrisiken.
Vor diesem Hintergrund ist es erforderlich, die Auswirkungen des Klimawandels strategisch zu betrachten. Hierzu dienen szenarienbasierte Klimaverträglichkeitsanalysen, die eine systematische Bewertung und Quantifizierung klimabezogener Finanzrisiken mit der Frage nach strategischen Optionen verknüpfen. Diese Analysen sollen die potenziellen Auswirkungen auf die aktuelle Strategie der BEKB bewerten. Auf Basis dieser strategischen Überlegungen können anschliessend taktische Massnahmen, beispielsweise im Rahmen der Finanzplanung, abgeleitet werden.
Überlegungen zur geschäftspolitischen Positionierung im Bereich Nachhaltigkeit sind ein zentraler Bestandteil zukünftiger strategischer Analysen und prägen die operative Ausrichtung der Bank. Das Risiko finanzieller Verluste aufgrund klimabezogener Risiken stellt dabei nur einen Teilaspekt dar.
Gemäss der vorangehend beschriebenen Risikobeurteilung liegen klimabezogene Finanzrisiken derzeit innerhalb des Risikoappetits der BEKB, sodass die Erkenntnisse aus der Risikoanalyse bisher nicht zu wesentlichen strategischen Anpassungen führen.
Die mit dem Klimawandel und der Umsetzung von Massnahmen zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen im Jahr 2050 verbundenen Chancen und Risiken wirken sich gemäss dem gegenwärtigen qualitativen und quantitativen Analyse- und Erkenntnisstand bei einem geordneten Übergang (NGFS-Szenario «Net Zero 2050») in geringem beziehungsweise bei einem ungeordneten Übergang zur Klimaneutralität (NGFS-Szenario «Disorderly Delayed Transition») in unwesentlichem Mass auf finanzielle Chancen und Risiken der BEKB aus. Hauptgrund für diese insgesamt geringen Auswirkungen ist das Geschäftsmodell der BEKB, das eine umsichtige Kreditpolitik mit einer starken Verankerung im regionalen Hypothekarmarkt ausweist. Dennoch werden die in der Analyse festgestellten finanziellen Risiken in der jährlichen, rollierenden Mittelfristplanung, mit Planungshorizont über drei Jahre, miteinbezogen und berücksichtigt. Ausgaben für Umweltschutz sind in den Linienbudgets enthalten und werden nicht separat quantifiziert.
Wie stark sich der Klimawandel letztlich entwickeln wird und ob er durch bereits ergriffene sowie künftige Massnahmen effektiv eingedämmt werden kann, ist derzeit noch unklar. Ebenso bleibt das genaue Ausmass der mit dem Klimawandel verbundenen Risiken offen.
Je nach Entwicklung der definierten Klimaszenarien wirken physische und transitorische Risiken unterschiedlich stark. Auf Basis der bisherigen Analysen lässt sich jedoch ableiten, dass die BEKB grundsätzlich als widerstandsfähig gegenüber dem Klimawandel einzustufen ist. Selbst bei einer intensiveren Entwicklung des Klimawandels und der damit einhergehenden Risiken wäre die BEKB voraussichtlich nur gering betroffen. Grundsätzlich erscheint die BEKB gegenüber transitorischen Risiken anfälliger, da die physischen Risiken – abgesehen vom Hochwasserrisiko – als gering einzustufen sind und derzeit durch Gebäudeversicherungen als Elementarschäden fast vollumfänglich abgedeckt werden.
Dennoch zeigt sich, dass die BEKB bei einem ungeordneten Übergang zur Klimaneutralität stärkeren Auswirkungen von Klimarisiken ausgesetzt wäre als bei einem geordneten Übergang. Die BEKB hat daher ein Interesse daran, dass eine wirksame Klimaschutzpolitik frühzeitig implementiert und gegebenenfalls schrittweise verschärft wird, um Transitionsrisiken zu begrenzen.
Die BEKB weist darauf hin, dass es sich bei den Szenarioanalysen um eine sich entwickelnde Methode handelt, die bei der Vorhersage der Zukunft Herausforderungen mit sich bringt. Ein inhärentes Prognosemerkmal ist ihre Abhängigkeit von einer Reihe von Annahmen, die in unterschiedlichem Masse von der Datenverfügbarkeit und der Induktion beeinflusst werden können.
Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist wichtig, um das Überleben von Pflanzen- und Tierarten sicherzustellen und natürliche Ökosysteme, die für sauberes Wasser und saubere Luft sorgen, zu erhalten.
Der potenzielle Einfluss der BEKB auf die Biodiversität ist indirekter Natur, das heisst über ihre Kredit- und Anlageportfolios. Bisher wurden Biodiversitätskriterien nicht explizit und systematisch in den Kredit- und Anlageprozessen berücksichtigt, bei der Festlegung der BEKB-Anlageuniversen sind sie jedoch implizit enthalten (siehe Nachhaltigkeit in allen BEKB-Anlagelösungen):
Daraus folgt: Unternehmen mit hoher Auswirkung auf die Biodiversität und (zu) wenig Massnahmen zur Minimierung der negativen Auswirkungen haben es schwer, ein genügend gutes Nachhaltigkeitsrating zu erreichen, um es insbesondere ins BEKB-Nachhaltigkeitsuniversum zu schaffen.
Um ihren Einfluss als Investorin geltend zu machen, hat die BEKB im Jahr 2024 einen aktiven Dialog mit Unternehmen («Engagement») im Bereich der Biodiversität eingeführt (siehe Die BEKB als aktive Investorin).
Die BEKB hat in ihrem Nachhaltigkeitsleitbild folgende Ziele definiert (Überblick über den Stand der Zielerreichung: siehe Umsetzungsstand der Ziele):
Zusätzlich hat die BEKB 2024 folgende Ziele festgelegt:
Stichtag für die in diesem Kapitel ausgewiesenen Werte ist jeweils der 30. September.
Tabelle Emissionsintensive Sektoren im Kreditportfolio der BEKB1
Anteil in Prozent des Kreditportfolios | ||
2025 | 2024 | |
Hypothekarportfolio | ||
Hypotheken | 92,8% | 91,0% |
Wohnliegenschaften | 68,9% | 68,3% |
Übrige Liegenschaften | 23,9% | 22,7% |
Portfolio Unternehmenskredite | ||
Total emissionsintensive Sektoren Unternehmenskredite | 1,3% | 1,3% |
Energie | 0,3% | 0,4% |
Öl und Gas | ||
Kohle | ||
Energieerzeugung | 0,3% | 0,4% |
Transport | 0,3% | 0,3% |
Luftverkehr | ||
Seefahrt | 0,0% | 0,0% |
Strassenverkehr | 0,2% | 0,2% |
Schienenverkehr | 0,1% | 0,1% |
Bauwesen und Materialien | 0,6% | 0,5% |
Metalle und Bergbau inkl. Aluminium, Eisen und Stahl | 0,1% | 0,2% |
Chemikalien | 0,0% | 0,0% |
Baumaterialien inkl. Zement | 0,1% | 0,1% |
Immobilienentwicklung und Gebäudemanagement | 0,4% | 0,3% |
Land- und Forstwirtschaft, Lebensmittel | 0,1% | 0,2% |
Getränkeindustrie | 0,0% | 0,0% |
Landwirtschaft | 0,0% | 0,0% |
Nahrungsmittel | 0,1% | 0,1% |
Forstwirtschaft und -produkte | 0,0% | 0,1% |
1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung
Die Kategorisierung nach emissionsintensiven Sektoren erfolgt nach Kriterien der Net-Zero Banking Alliance (NZBA) und der Task Force on Climate-Related Financial Disclosure (TCFD). Eine genaue Aufteilung der emissionsintensiven Sektoren befindet sich im Anhang des Berichts über finanzierte Emissionen und Netto-Null-Zwischenziele.
Die Aufteilung des Kreditportfolios auf emissionsintensive Sektoren hat sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht verändert. Das Hypothekarportfolio macht mit knapp 93 Prozent nach wie vor mit Abstand den grössten Anteil am Kreditportfolio aus und bildet das Kerngeschäft der BEKB. Bei den Unternehmenskrediten entfallen nur rund 18 Prozent auf emissionsintensive Sektoren.
Tabelle Emissionen Wohnliegenschaften und übrige Liegenschaften1
Einheit | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
Wohnliegenschaften | |||||
CO2-Intensität | kg CO2e/m2 | 25,9 | 27,3 | 30,3 | 29,2 |
t CO2e/Mio. CHF | 6 | 7 | 7 | 7 | |
Absolute Emissionen | t CO2e | 129 921 | 134 818 | 147 722 | 142 477 |
PCAF-Score2 | 4,0 | 4,0 | 4,0 | 4,0 | |
Übrige Liegenschaften | |||||
CO2-Intensität | kg CO2e/m2 | 26,0 | 31,6 | 33,7 | 34,5 |
t CO2e/Mio. CHF | 11 | 11 | 14 | 13 | |
Absolute Emissionen | t CO2e | 85 235 | 74 790 | 92 937 | 85 349 |
PCAF-Score2 | 4,0 | 4,0 | 4,0 | 4,0 |
1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung
2Gibt an, wie gut die Qualität der Daten ist. Skala 1-5 (1 = beste Qualität).
Bei den Wohnliegenschaften konnte seit der Berechnung des Ausgangswertes im Jahr 2022 die Datengrundlage verbessert werden. Mit einem tieferen Anteil an fossilen Heizungen gegenüber dem Vorjahr hat auch die CO2-Intensität pro Quadratmeter abgenommen. Der angestrebte Absenkpfad per 2025 lag bei 23,5 kg CO2e pro Quadratmeter.
Um die Ziele eines CO2-neutralen Gebäudesektors der Schweiz zu erreichen, muss die Umstellung auf nicht fossile Heizungen weiter intensiviert werden. Die BEKB hat Massnahmen zur Erhöhung der Sanierungsrate erarbeitet, die einen positiven Einfluss auf die CO2-Emissionen und somit den Absenkpfad hat (siehe Förderung nachhaltiger Finanzierungen).
Auch bei den übrigen Liegenschaften hat sich die CO2-Intensität gegenüber dem Vorjahr verbessert. Während rund zwei Drittel der Verbesserung unter anderem auf einen tieferen Anteil fossiler Heizsysteme zurückzuführen ist, ist ein Drittel der Verbesserung einer Aktualisierung im Modell zur Herleitung des Energieverbrauchs geschuldet. Der angestrebte Absenkpfad per 2025 lag bei 29,5 kg CO2e pro Quadratmeter.
Tabelle Emissionen der Unternehmenskredite1
Einheit | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
Unternehmenskredite | |||||
Absolute Emissionen Scope 1 und 2 | t CO2e | 50 949 | 56 848 | 56 032 | 52 105 |
Absolute Emissionen Scope 3 | t CO2e | 298 010 | 367 569 | 322 746 | 376 448 |
PCAF-Score2 | 4,2 | 4,3 | 4,2 | 4,2 |
1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung
2Gibt an, wie gut die Qualität der Daten ist. Skala 1-5 (1 = beste Qualität).
Bei den Unternehmenskrediten sind die Emissionswerte mit grosser Schätzunsicherheit behaftet und können durch einzelne Ausreisser stark beeinflusst werden. Dies führt zu einer hohen Volatilität der Werte.
Stichtag für die in diesem Kapitel ausgewiesenen Werte ist jeweils der 30. September.
Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht der Kennzahlen beziehungsweise Indikatoren im Zusammenhang mit klimabezogenen Risiken und Chancen im Anlagegeschäft (sowohl für Finanzanlagen und Beteiligungen als auch für BEKB-Fonds). Details dazu siehe nachfolgende Ausführungen. Nebst Kennzahlen, die den Istzustand abbilden, werden auch zukunftsgerichtete Kennzahlen verwendet.
Kategorie | Kennzahl |
Klimabezogene Risiken (Istzustand) | Klimarating (Carbon Risk Rating) |
Transitorische Risiken (Istzustand) | Emissionsintensive Sektoren |
Emissionsintensität | |
Transitorische Risiken (Transition zu Netto-Null) | Exposition gegenüber fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien |
Transitorische Risiken (Transition zu Netto-Null; Klimaverträglichkeit) | Klimaziele |
Globales Erwärmungspotenzial (Implied Temperature Rise) | |
Klimabezogene Chancen | Beitrag zu SDG 13 Massnahmen zum Klimaschutz |
Bei der Selektion der Kennzahlen für die klimabezogenen Finanzrisiken hat sich die BEKB grösstenteils an den Swiss Climate Scores orientiert. Diese gelten in der Schweiz als Best Practice in Bezug auf Transparenz zur Klimaverträglichkeit und Klimarisiken von Investitionen. Bei der Auswahl von aussagekräftigen Kennzahlen wird die BEKB von ISS Sustainability Solutions (ehemals ISS ESG) unterstützt. Die nachfolgend aufgeführten Kennzahlen basieren grösstenteils auf deren Daten. Stehen keine Emissionsdaten von ISS Sustainability Solutions zur Verfügung, werden zur Schätzung von Emissionen insbesondere die Daten von PCAF hinzugezogen.
Die allgemeine Abdeckung (Portfolio Coverage, das heisst Instrumente, die zugeordnet werden können) beträgt bei den Finanzanlagen und Beteiligungen 94,0 Prozent (2024: 92,7 Prozent) und bei den BEKB-Fonds 99,6 Prozent (2024: 98,8 Prozent). Die angegebenen Prozentanteile werden im Folgenden auf 100 Prozent skaliert und bilden damit die Referenz für die weiteren Angaben.
Die BEKB entwickelt ihre klimabezogenen Kennzahlen kontinuierlich weiter. Ihr Ziel ist es, relevante und verlässliche Kennzahlen zu etablieren, die ihre Leistung und Transparenz in Bezug auf ihre Klimaziele fördern sowie erlauben, die potenziellen finanziellen Auswirkungen klimabezogener Risiken und Chancen auf ihr Geschäft zu steuern und zu überwachen. Gegebenenfalls werden Massnahmen zur Steuerung des Portfolios abgeleitet.
Tabelle Emissionsintensive Sektoren (Finanzanlagen und Beteiligungen)1
Anlagevolumen in Prozent | Absolute Emissionen (t CO2) | CO2-Intensität (t CO2/Mio. CHF investiert) | ||||
2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | |
Total emissionsintensive Sektoren2 | 11,7% | 12,2% | 127 545 | 140 752 | 494 | 597 |
Energie | 2,0% | 2,3% | 86 138 | 92 898 | 1 932 | 2 114 |
Öl und Gas | ||||||
Kohle | ||||||
Energieerzeugung | 2,0% | 2,3% | 86 138 | 92 898 | 1 932 | 2 114 |
Transport | 6,2% | 5,4% | 14 124 | 8 361 | 103 | 80 |
Luftverkehr | 0,0% | 0,0% | 844 | 1 037 | 1 499 | 1 513 |
Seefahrt | 0,1% | 0,0% | 860 | 269 | 530 | 386 |
Strassenverkehr | 5,8% | 5,3% | 10 070 | 7 040 | 78 | 68 |
Schienenverkehr | 0,2% | 0,0% | 2 351 | 15 | 461 | 151 |
Bauwesen und Materialien | 2,1% | 2,5% | 15 691 | 26 349 | 342 | 541 |
Metalle und Bergbau inkl. Aluminium, Eisen und Stahl | 0,9% | 0,8% | 3 732 | 3 647 | 198 | 220 |
Chemikalien | 0,6% | 0,8% | 6 678 | 6 657 | 535 | 451 |
Baumaterialien inkl. Zement | 0,1% | 0,3% | 4 906 | 15 659 | 1 530 | 2 407 |
Immobilienentwicklung und Gebäudemanagement | 0,5% | 0,6% | 375 | 386 | 33 | 35 |
Land- und Forstwirtschaft, Lebensmittel | 1,4% | 2,0% | 11 592 | 13 145 | 369 | 341 |
Getränkeindustrie | ||||||
Landwirtschaft | ||||||
Nahrungsmittel | 1,4% | 1,9% | 11 469 | 12 985 | 372 | 344 |
Forstwirtschaft und -produkte | 0,0% | 0,0% | 124 | 159 | 212 | 207 |
1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung
2Die Portfolio Coverage beträgt 99,7% (2024: 99,8%).
Die Kategorisierung nach emissionsintensiven Sektoren erfolgt nach Kriterien der Net-Zero Banking Alliance (NZBA) und der Task Force on Climate-Related Financial Disclosure (TCFD). Eine genaue Aufteilung der emissionsintensiven Sektoren befindet sich im Anhang des Berichts über finanzierte Emissionen und Netto-Null-Zwischenziele. Die Emissionen beinhalten Scope 1–3.
Das Anlagevolumen in Prozent entspricht dem Anteil des Anlagevolumens in den angezeigten Sektoren am Gesamtvolumen (ohne Doppelzählungen, in Marktpreisen) von CHF 2,5 Milliarden per 30. September 2024 beziehungsweise CHF 3,1 Milliarden per 30. September 2025 und deckt die eigenen Finanzanlagen und Beteiligungen ab.
Tabelle Emissionsintensive Sektoren (BEKB-Fonds)1
Anlagevolumen in Prozent | Absolute Emissionen (t CO2) | CO2-Intensität (t CO2/Mio. CHF investiert) | ||||
2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | |
Total emissionsintensive Sektoren2 | 14,7% | 16,3% | 394 181 | 473 309 | 641 | 766 |
Energie | 2,7% | 3,0% | 120 952 | 198 397 | 1 072 | 1 760 |
Öl und Gas | 0,1% | 0,1% | 17 551 | 19 012 | 3 412 | 3 670 |
Kohle | 0,0% | 0,0% | 6 708 | 6 384 | 5 415 | 4 266 |
Energieerzeugung | 2,5% | 2,8% | 96 693 | 173 002 | 908 | 1 631 |
Transport | 0,9% | 1,1% | 14 122 | 10 001 | 365 | 231 |
Luftverkehr | 0,0% | 0,0% | 747 | 450 | 1 286 | 1 250 |
Seefahrt | 0,3% | 0,2% | 7 283 | 2 865 | 544 | 452 |
Strassenverkehr | 0,2% | 0,2% | 1 431 | 2 103 | 205 | 227 |
Schienenverkehr | 0,4% | 0,7% | 4 660 | 4 582 | 262 | 168 |
Bauwesen und Materialien | 6,3% | 6,5% | 162 226 | 171 769 | 616 | 699 |
Metalle und Bergbau inkl. Aluminium, Eisen und Stahl | 2,0% | 1,7% | 51 198 | 32 595 | 621 | 512 |
Chemikalien | 1,6% | 2,0% | 54 272 | 37 847 | 807 | 507 |
Baumaterialien inkl. Zement | 0,9% | 1,2% | 54 408 | 98 951 | 1 408 | 2 190 |
Immobilienentwicklung und Gebäudemanagement | 1,8% | 1,6% | 2 348 | 2 376 | 31 | 38 |
Land- und Forstwirtschaft, Lebensmittel | 4,8% | 5,7% | 96 881 | 93 141 | 483 | 431 |
Getränkeindustrie | 0,2% | 0,2% | 2 382 | 2 126 | 341 | 284 |
Landwirtschaft | 0,0% | 0,0% | 326 | 770 | 1 674 | 3 282 |
Nahrungsmittel | 4,4% | 4,8% | 90 298 | 77 252 | 493 | 427 |
Forstwirtschaft und -produkte | 0,2% | 0,7% | 3 874 | 12 993 | 384 | 473 |
1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung
2Die Portfolio Coverage beträgt 98,8% (2024: 97,8%).
Erläuterungen zur Kategorisierung nach emissionsintensiven Sektoren siehe oben.
Das Anlagevolumen in Prozent entspricht dem Anteil des Anlagevolumens in den angezeigten Sektoren am Gesamtvolumen (ohne Doppelzählungen, in Marktpreisen) von CHF 3,8 Milliarden per 30. September 2024 beziehungsweise CHF 4,2 Milliarden per 30. September 2025 und deckt alle BEKB-Fonds ab.
Tabelle Klimarating (Carbon Risk Rating)1
Einheit | 2025 | 2024 | |
Finanzanlagen und Beteiligungen | |||
Klimarating (Carbon Risk Rating) insgesamt | Score | 49,7 | 49,6 |
Klimarating nicht verfügbar | % | 7% | 8% |
Schwaches Klimamanagement (Rating 0 - 24,9) | % | 0% | 0% |
Mittleres bis gutes Klimamanagement (Rating 25 - 49,9) | % | 78% | 78% |
Sehr gutes Klimamanagement (Rating ab 50) | % | 14% | 14% |
BEKB-Fonds | |||
Klimarating (Carbon Risk Rating) insgesamt | Score | 56,2 | 54,9 |
Klimarating nicht verfügbar | % | 10% | 11% |
Schwaches Klimamanagement (Rating 0 - 24,9) | % | 1% | 1% |
Mittleres bis gutes Klimamanagement (Rating 25 - 49,9) | % | 32% | 32% |
Sehr gutes Klimamanagement (Rating ab 50) | % | 57% | 56% |
1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung
Das Klimarating (Carbon Risk Rating) zeigt, wie gut die Emittenten das Thema Klima in ihrer Geschäftstätigkeit berücksichtigen, entsprechende Risiken minimieren und wie sie für einen Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschaft positioniert sind. Die Skala reicht von 0 bis 100, wobei ein Rating von 0 bis 24,9 auf ein schwaches Klimamanagement schliessen lässt, von 25 bis 49,9 auf ein mittleres bis gutes und ein Rating ab 50 ein sehr gutes Klimamanagement bedeutet. In den Finanzanlagen und Beteiligungen beträgt das durchschnittliche Klimarating 49,7 (2024: 49,6), in den BEKB-Fonds 56,2 (2024: 54,9).
Das Klimarating (Carbon Risk Rating) wird bei der Definition des Anlageuniversums mitberücksichtigt. Emittenten mit einem schwachen Rating (< 25) werden grundsätzlich aus dem BEKB-Anlageuniversum ausgeschlossen, es sei denn, sie halten einer vertieften Nachhaltigkeitsanalyse stand.
Tabelle Emissionsintensität1
Einheit | 2025 | 2024 | |
Finanzanlagen und Beteiligungen2 | |||
CO2-Fussabdruck Scope 1 und 2 | tCO2e/CHF Mio. investiert | 4,0 | 9,0 |
CO2-Fussabdruck Scope 3 | tCO2e/CHF Mio. investiert | 104,3 | 103,5 |
CO2-Intensität Scope 1 und 2 | tCO2e/CHF Mio. Ertrag | 9,4 | 18,0 |
CO2-Intensität Scope 3 | tCO2e/CHF Mio. Ertrag | 410,4 | 362,8 |
BEKB-Fonds3 | |||
CO2-Fussabdruck Scope 1 und 2 | tCO2e/CHF Mio. investiert | 22,1 | 34,5 |
CO2-Fussabdruck Scope 3 | tCO2e/CHF Mio. investiert | 382,2 | 332,1 |
CO2-Intensität Scope 1 und 2 | tCO2e/CHF Mio. Ertrag | 57,4 | 67,2 |
CO2-Intensität Scope 3 | tCO2e/CHF Mio. Ertrag | 1097,0 | 750,0 |
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2Die Portfolio Coverage beträgt beim Fussabdruck 99,7% (2024: 99,8%) und bei der Intensität 99,2% (2024: 99,1%).
3Die Portfolio Coverage beträgt beim Fussabdruck 99,1% (2024: 98,7%) und bei der Intensität 96,3% (2024: 95,0%).
Beim Fussabdruck werden die summierten Treibhausgasemissionen der Unternehmen in den Finanzanlagen und Beteiligungen beziehungsweise in den BEKB-Fonds entsprechend ihrem Portfolioanteil zugeteilt.
Bei der Intensität werden die finanzierten Emissionen des Portfolios ins Verhältnis zum Gesamtanteil der Einnahmen, die dem Portfolio zugerechnet werden, gesetzt. Durch die Berücksichtigung des Umsatzes wird die Kennzahl um die Unternehmensgrösse bereinigt.
Tabelle Exposition gegenüber fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien1
Einheit | 2025 | 2024 | |
Finanzanlagen und Beteiligungen2 | |||
Anteil des Portfolios in Unternehmen mit Aktivitäten in Kohle | % | 0,7% | 0,8% |
Anteil des Portfolios in Unternehmen mit Aktivitäten in anderen fossilen Brennstoffen | % | 1,8% | 2,4% |
Anteil der Portfolio-Umsätze im Bereich erneuerbarer Energien | % | 0,1% | 0,1% |
BEKB-Fonds3 | |||
Anteil des Portfolios in Unternehmen mit Aktivitäten in Kohle | % | 0,9% | 0,8% |
Anteil des Portfolios in Unternehmen mit Aktivitäten in anderen fossilen Brennstoffen | % | 8,2% | 8,1% |
Anteil der Portfolio-Umsätze im Bereich erneuerbarer Energien | % | 0,4% | 0,6% |
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2Die Portfolio Coverage beträgt 99,0% (2024: 99,1%).
3Die Portfolio Coverage beträgt 96,2% (2024: 96,1%).
Es besteht ein wissenschaftlicher Konsens über die Notwendigkeit, aus Kohle und generell aus fossilen Brennstoffen auszusteigen, sowie darüber, dass in erneuerbare Energien investiert werden muss, um die Transition zu Netto-Null zu ermöglichen. Der Umfang der Aktivitäten umfasst die gesamte Wertschöpfungskette, von der Exploration, dem Bergbau, der Gewinnung, der Produktion, der Verarbeitung, der Lagerung, der Raffination oder dem Vertrieb, einschliesslich Transport, Lagerung und Handel. Wird ein Unternehmen als exponiert eingestuft, wird der gesamte Unternehmenswert im Portfolio gemeldet.
Erneuerbare Energie ist eine Art von Energie, die aus natürlichen Quellen oder Prozessen stammt, die sich ständig erneuern. Die bekanntesten Arten sind Windenergie, Solarenergie, Geothermie, Wasserkraft und Biomasse. Hat ein Unternehmen Einnahmen im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien (zum Beispiel Produkte, Dienstleistungen, Infrastrukturprojekte, welche die Entwicklung, den Vertrieb oder die Erzeugung von erneuerbaren Energien unterstützen), wird als Aggregationsmethode ein nach Marktwert gewichteter Durchschnitt auf der Grundlage der Einnahmen der Unternehmen im Portfolio angewendet.
Tabelle Klimaziele1, 2
Einheit | 2025 | 2024 | |
Finanzanlagen und Beteiligungen | |||
Kein Klimaziel | % | 38% | 39% |
Nicht ambitioniertes Klimaziel | % | 2% | 7% |
Klimaziel vorhanden (Total Ambitioniertes Klimaziel, SBTi committed und SBTi approved) | % | 60% | 54% |
Ambitioniertes Klimaziel | % | 10% | 5% |
SBTi committed | % | 7% | 12% |
SBTi approved | % | 43% | 38% |
BEKB-Fonds | |||
Kein Klimaziel | % | 10% | 14% |
Nicht ambitioniertes Klimaziel | % | 15% | 19% |
Klimaziel vorhanden (Total Ambitioniertes Klimaziel, SBTi committed und SBTi approved) | % | 75% | 67% |
Ambitioniertes Klimaziel | % | 17% | 11% |
SBTi committed | % | 8% | 14% |
SBTi approved | % | 50% | 42% |
1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung
2Für die Beurteilung, ob ein Portfoliounternehmen adäquate Dekarbonisierungsziele gesetzt hat, stützt sich die BEKB auf Daten von ISS Sustainability Solutions (ehemals ISS ESG), die folgende Ausprägungen unterscheidet: kein Klimaziel, nicht ambitioniertes Klimaziel, ambitioniertes Klimaziel, Klimaziel gemäss Science Based Target Initiative SBTi (SBTi committed beziehungsweise SBTi approved). Bei Unternehmen, die sich ein ambitioniertes Klimaziel oder ein Klimaziel gemäss SBTi gesetzt haben, erachtet die BEKB die Anforderung als erfüllt (Klimaziel vorhanden).
Die obenstehende Tabelle umfasst börsenkotierte Aktien und Unternehmensobligationen.
Immer mehr Unternehmen bekennen sich zu Netto-Null-Emissionszielen und formulieren Zwischenziele. Die Wirksamkeit solcher Bekenntnisse hängt davon ab, ob die Zwischenziele glaubwürdig, wissenschaftlich fundiert und transparent sind.
Die BEKB hat 2024 als Ziele festgelegt, dass sich bis 2030 70 Prozent der Portfolio-Holdings der eigenen Finanzanlagen und Beteiligungen sowie 80 Prozent der Portfolio-Holdings der BEKB-Fonds Klimaziele gesetzt haben.
Tabelle Globales Erwärmungspotenzial (Implied Temperature Rise)1
Einheit | 2025 | 2024 | |
Finanzanlagen und Beteiligungen2 | |||
Implied Temperature Rise gewichtet nach finanzierten Emissionen | °C | 1,6 | 1,7 |
Anteil an Unternehmen mit Implied Temperature Rise > 2°C | % | 0,6% | 0,6% |
BEKB-Fonds3 | |||
Implied Temperature Rise gewichtet nach finanzierten Emissionen | °C | 1,8 | 1,9 |
Anteil an Unternehmen mit Implied Temperature Rise > 2°C | % | 5,2% | 6,6% |
1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung
2Die Portfolio Coverage beträgt 97,1% (2024: 98,2%).
3Die Portfolio Coverage beträgt 85,8% (2024: 84,9%).
Dies ist das Ausmass der globalen Erwärmung, das eintreten würde, wenn die Weltwirtschaft mit der gleichen Ambition handeln würde, wie es die Portfolio-Unternehmen beabsichtigen. Die verwendeten Klimaszenarien sind Abschätzungen, wie sich das zukünftige Klima entwickelt. Sie werden mithilfe von Klimamodellen und Annahmen zum zukünftigen Ausstoss an Treibhausgasen erstellt. Enthalten sind Aktien und Unternehmensanleihen.
Tabelle Beitrag zu SDG 13 Massnahmen zum Klimaschutz1
Einheit | 2025 | 2024 | |
Finanzanlagen und Beteiligungen | |||
Signifikant positiver Beitrag | % | 2% | 3% |
Begrenzt positiver Beitrag | % | 10% | 11% |
Keine (eindeutige) Wirkung | % | 0% | 1% |
Begrenzt negativer Beitrag | % | 87% | 85% |
Signifikant negativer Beitrag | % | 0% | 0% |
Keine Angaben | % | 1% | 1% |
BEKB-Fonds | |||
Signifikant positiver Beitrag | % | 6% | 8% |
Begrenzt positiver Beitrag | % | 67% | 63% |
Keine (eindeutige) Wirkung | % | 3% | 2% |
Begrenzt negativer Beitrag | % | 20% | 22% |
Signifikant negativer Beitrag | % | 0% | 0% |
Keine Angaben | % | 4% | 4% |
1Alle Indikatoren des Jahres 2025 in dieser Tabelle wurden von PwC geprüft. Der Prüfbericht ist zu finden unter Externe Prüfung
Es wird aufgezeigt, inwiefern investierte Unternehmen einen Beitrag zum Sustainable Development Goal (SDG) 13 (Massnahmen zum Klimaschutz) der UNO leisten. Dies kann einerseits durch Geschäftspraktiken oder andererseits durch die Nutzung der hergestellten Produkte und Dienstleistungen erfolgen.