Die BEKB schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem guten Ergebnis ab und erzielt einen Gewinn von 175,4 Millionen Franken. Das sehr erfreuliche Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte das markant tiefere Zinsengeschäft weitgehend kompensieren. Mit gezielten Investitionen in Mitarbeitende, Prozesse und Digitalisierung bestätigt die BEKB ihre Rolle als stabile und verlässliche Partnerin für ihre Kundinnen und Kunden.
Die flüssigen Mittel erhöhten sich auf 7,5 Milliarden Franken, die Forderungen gegenüber Banken reduzierten sich auf 126,8 Millionen Franken. Die Forderungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften betrugen 35,8 Millionen Franken.
Die Kundenausleihungen (Hypothekarforderungen und Forderungen gegenüber Kunden) haben sich um 1,4 Milliarden Franken auf 31,9 Milliarden Franken erhöht. Die gute Qualität des Kreditportefeuilles konnte gehalten werden.
Die Gliederung der Kundenausleihungen nach Kundengruppen zeigt die breite Verankerung der BEKB. Der Anteil der Forderungen gegenüber Privaten erhöhte sich auf 75,4 Prozent. Auch die Anteile von Immobilien- und Finanzgesellschaften und von Dienstleistungen haben sich erhöht. Unverändert blieben Landwirtschaft und Gewerbe, während sich die Anteile der Bereiche öffentlich-rechtliche Körperschaften, Industrie sowie Bauwirtschaft reduzierten.
Die Hypothekarforderungen konnten auf 30,1 Milliarden Franken ausgebaut werden. Sie nahmen gegenüber dem Vorjahresende unter Wahrung der Qualität des Kreditportefeuilles um 1,8 Milliarden Franken oder um 6,2 Prozent zu.
Ende 2025 lagen 77,1 Prozent der zur Sicherstellung der Hypothekaranlagen bestellten Grundpfänder im Kanton Bern, die restlichen 22,9 Prozent in den übrigen Kantonen. Es wurden vermehrt Geldmarkthypotheken (SARON-Hypotheken) abgeschlossen. Der Bestand an Festzinshypotheken Ende 2025 betrug vor der Verrechnung mit Wertberichtigungen 24,9 Milliarden Franken oder 82,0 Prozent der Hypothekarforderungen (Vorjahr: 86,5 Prozent).
Zuwachs um 6,2 Prozent: Die Hypothekarforderungen nahmen um 1,8 Milliarden Franken zu. Ihr Anteil am Total der Aktiven beträgt mehr als zwei Drittel. (Basis: Bilanzsumme)
Es werden diverse Branchen finanziert: Die Immobilien- und Finanzgesellschaften sowie die Dienstleistungsbranche machen nach den Privaten den grössten Anteil aus, gefolgt von der Industrie. (Basis: Hypothekarforderungen und Forderungen gegenüber Kunden)
Der Eigenhandel mit Wertschriften und Wertpapierderivaten gehört nicht zu den Kernaktivitäten der BEKB. Der Handelsbestand betrug Ende Jahr 21,5 Millionen Franken.
Der Bestand an Finanzanlagen erhöhte sich um 16,1 Prozent und betrug 2,8 Milliarden Franken. Es ist keine aus dem Kreditgeschäft übernommene Liegenschaft aus Zwangsverwertung in den Finanzanlagen bilanziert.
Der Buchwert der Beteiligungen belief sich unverändert auf 61,2 Millionen Franken. Zu den wesentlichen Beteiligungen der BEKB mit einem Kapitalanteil von mindestens 10 Prozent und einem Steuerwert/Marktwert von über 5 Millionen Franken gehören die Aktien der aity AG (100,0 Prozent), der Seniorenresidenz Talgut Ittigen AG (66,7 Prozent), der Pfandbriefzentrale der schweizerischen Kantonalbanken AG (10,7 Prozent) und der Jungfraubahn Holding AG (10,0 Prozent).
Kerngeschäft ausgebaut: Die Bilanzsumme wuchs um 2,5 Milliarden Franken auf 43,0 Milliarden Franken.
Die Verpflichtungen gegenüber Banken erhöhten sich um 381,8 Millionen Franken auf 744,9 Millionen Franken. Die Verpflichtungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften beliefen sich auf 1,4 Milliarden Franken.
Das Total der Kundengelder gliederte sich Ende 2025 gemäss nachfolgender Grafik. Die Liquiditätshaltung der Kundinnen und Kunden blieb weiter hoch. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen erhöhten sich um 1,0 Milliarden Franken und beliefen sich auf 28,1 Milliarden Franken. Der Basiszinssatz für Spargelder wurde 2025 in zwei Schritten reduziert und lag Ende Jahr 2025 bei 0,05 Prozent. Der Zinssatz für Aktionärssparkonten wurde auf 0,10 Prozent gesenkt. Der Bestand an Kassenobligationen erhöhte sich auf 279,0 Millionen Franken. Die Verzinsung der Kassenobligationen betrug im Jahresdurchschnitt 0,88 Prozent (Vorjahr: 1,04 Prozent). Die BEKB emittierte Anleihen in der Höhe von 0,6 Milliarden Franken, während 0,2 Millarden Franken zurückbezahlt wurden. Dadurch erhöhte sich der Bestand der Anleihen per Ende 2025 auf 1,3 Milliarden Franken. Im Berichtsjahr wurden Pfandbriefdarlehen im Umfang von 0,6 Milliarden Franken zurückbezahlt, 1,4 Milliarden Franken wieder neu aufgenommen. Der Bestand per Ende Jahr belief sich auf 7,6 Milliarden Franken. Die Guthaben der eigenen Vorsorgeeinrichtung betrugen 23,9 Millionen Franken.
Kundentreue: Die Kundinnen und Kunden deponieren über 28 Milliarden Franken bei der BEKB. (Basis: Kundengelder)
Die Rückstellungen (siehe Tabelle Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Reserven für allgemeine Bankrisiken) reduzierten sich um 13,8 Millionen Franken und betrugen 235,0 Millionen Franken. Die Rückstellungen für Ausfallrisiken beinhalten Anteile der Einzelwertberichtigungen aufgrund von nicht beanspruchten Limiten, Anteile der Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken aufgrund von nicht beanspruchten Limiten sowie Rückstellungen für das Ausserbilanzgeschäft. Per Ende 2025 betrugen sie 154,4 Millionen Franken. Die Rückstellungen für andere Geschäftsrisiken (Risiken des Wertschriftenhandels, des Handels mit Devisen, Sorten und Edelmetallen sowie derivativer Handels- und Devisengeschäfte) reduzierten sich um 0,6 Millionen Franken auf 61,7 Millionen Franken. Der Bestand an übrigen Rückstellungen belief sich auf 18,9 Millionen Franken.
Das Aktienkapital beziffert sich nominal auf 186,4 Millionen Franken. Die gesetzliche Kapitalreserve betrug 54,7 Millionen Franken und die gesetzliche Gewinnreserve 177,4 Millionen Franken. Die freiwilligen Gewinnreserven erhöhten sich aufgrund der Verwendung des Gewinns aus dem Vorjahr um 84,0 Millionen Franken auf 1,9 Milliarden Franken (siehe Tabelle Eigenkapitalnachweis).
Solide Bilanzstruktur: Die Kundenausleihungen sind zu 88 Prozent mit Kundeneinlagen gedeckt.
Die verwalteten Vermögen stiegen um 2,5 Milliarden Franken auf 45,3 Milliarden Franken. Die Veränderung setzt sich aus einem Neugeldzufluss von 0,4 Milliarden Franken und einem positiven Markteinfluss von 2,1 Milliarden Franken zusammen. Die in den verwalteten Vermögen enthaltenen Depotvermögen erhöhten sich um 2,6 Milliarden Franken auf 23,0 Milliarden Franken. Der Neugeldzufluss betrug 0,7 Milliarden und der Markteinfluss 1,8 Milliarden Franken. Der Fondsbestand in den Kundendepots stieg um 1,3 Milliarden Franken auf 10,1 Milliarden Franken, wovon sich der Anteil der BEKB-Fonds um 0,7 Milliarden Franken auf 4,9 Milliarden Franken erhöhte. Im vergangenen Jahr wurden 152,2 Millionen Franken in die nachhaltigen BEKB-Fonds, die basierend auf fundierten Analysedaten von ISS Sustainability Solutions (ehemals ISS ESG) – einer unabhängigen Nachhaltigkeitsagentur – zusammengestellt werden, investiert. Damit ist der Bestand auf 2,3 Milliarden Franken gestiegen. Die Vermögenswerte mit Verwaltungsvollmachten stiegen auf 6,3 Milliarden Franken.
Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft reduzierte sich auf 386,5 Millionen Franken, die Bruttozinsspanne sank von 1,00 auf 0,91 Prozent. Die konsequent angewandte Kreditpolitik, die dynamische Kreditbewirtschaftung und das tiefe Zinsniveau bewirkten, dass die gefährdeten Erträge mit 0,3 Millionen Franken erneut tief blieben. Die Zinsabsicherungskosten werden als Bestandteil des Zinsengeschäfts ausgewiesen. Die Kosten für die Absicherung der Zinsänderungsrisiken belasten das Zinsergebnis mit 22,0 Millionen Franken (Vorjahr: 4,1 Millionen Franken). Der Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen erhöhte sich um 3,0 Millionen Franken auf 22,6 Millionen Franken. Bei den Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verlusten aus dem Zinsengeschäft wurde eine Nettobildung von 9,8 Millionen Franken verbucht (Vorjahr: 14,2 Millionen Franken). 2025 wurden netto Wertberichtigungen für Ausfallrisiken auf Kundenforderungen von 13,6 Millionen Franken gebildet und 3,8 Millionen Franken ausfallrisikobedingte Wertberichtigungen für Finanzanlagen aufgelöst. Die Verluste aus dem Zinsengeschäft betrugen 0,3 Millionen Franken, es konnten Wiedereingänge von 0,2 Millionen Franken verbucht werden. Damit reduzierte sich diese Erfolgsposition gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Millionen Franken. Der Netto-Erfolg Zinsengeschäft belief sich auf 376,7 Millionen Franken (Vorjahr: 392,4 Millionen Franken).
Hauptgeschäftsfelder: Die wichtigsten Ertragsquellen der BEKB sind das Zinsengeschäft und das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. (Basis: Geschäftsertrag)
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte um 9,5 Prozent auf 126,0 Millionen Franken gesteigert werden im Vergleich zum Vorjahr. Der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagengeschäft erhöhte sich um 10,8 Millionen Franken auf 102,3 Millionen Franken. Die Courtageerträge stiegen um 0,8 Millionen Franken auf 14,4 Millionen Franken, die Depot- und Vermögensverwaltungsgebühren erhöhten sich um 6,0 Millionen Franken auf 52,9 Millionen Franken. Die Erträge aus eigenen Fonds konnten dank den gestiegenen Volumen um 3,4 Millionen Franken auf 30,7 Millionen Franken gesteigert werden. Der Kommissionsertrag aus den übrigen Dienstleistungsgeschäften erhöhte sich auf 40,5 Millionen Franken, der Kommissionsaufwand betrug 22,4 Millionen Franken.
Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft reduzierte sich um 3,1 Millionen Franken auf 21,9 Millionen Franken. 21,3 Millionen Franken stammten aus dem Handel mit Devisen, Noten und Edelmetallen. Aus dem entsprechend der Ausrichtung der BEKB auf tiefem Niveau gehaltenen Handelsgeschäft mit Wertschriften resultierte ein Gewinn von 0,6 Millionen Franken.
Der übrige ordentliche Erfolg erhöhte sich um 2,1 Millionen Franken auf 22,8 Millionen Franken. Der Erfolg aus Veräusserung von Finanzanlagen lag mit 10,3 Millionen Franken um 0,1 Millionen Franken über dem Vorjahreswert. Die Beteiligungserträge erhöhten sich um 0,5 Millionen auf 9,3 Millionen Franken, die übrigen Erträge lagen unverändert bei 5,2 Millionen Franken. Der andere ordentliche Aufwand belief sich auf 2,0 Millionen Franken.
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Millionen Franken oder 5,1 Prozent auf 280,5 Millionen Franken. Unter anderem aufgrund von neu geschaffenen Stellen stieg der Personalaufwand um 6,5 Prozent auf 153,8 Millionen Franken. Der Sachaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr wegen höheren IT-Kosten von 122,5 Millionen Franken auf 126,7 Millionen Franken. Das Verhältnis des Geschäftsaufwandes zum Geschäftsertrag belief sich auf 51,3 Prozent.
Die Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf den Sachanlagen und immateriellen Werten erhöhten sich um 9,5 Millionen Franken auf 43,7 Millionen Franken.
7,5 Millionen Franken sind Abschreibungen (2,5 bis 3,5 Prozent der Ertragswerte) auf selbst genutzte Gebäude und andere Liegenschaften, die dem Erneuerungsfonds zur Werterhaltung zugewiesen wurden. Werterhaltende Investitionen werden zulasten des Erneuerungsfonds finanziert. Weiter wurden 0,2 Millionen Franken Sonderabschreibungen bei einzelnen selbst genutzten Gebäuden verbucht und 1,2 Millionen Franken Abschreibungen auf Einbauten in fremde Liegenschaften. 31,2 Millionen Franken der Abschreibungen entfallen auf erworbene Software sowie die Integrationskosten von Software und 3,2 Millionen Franken auf übrige Sachanlagen. Die Wertberichtigungen auf Beteiligungen beliefen sich auf 0,5 Millionen Franken.
Bei den übrigen Rückstellungen wurden 2,2 Millionen Franken gebildet, die Rückstellungen für andere Geschäftsrisiken reduzierten sich um 0,6 Millionen Franken. Die Verluste zulasten der Erfolgsrechnung betrugen 0,8 Millionen Franken.
Der Geschäftserfolg reduzierte sich um 27,1 Millionen Franken auf 220,7 Millionen Franken.
Eine Zusammenstellung des ausserordentlichen Ertrags und des ausserordentlichen Aufwands befindet sich im Anhang zur Jahresrechnung. Der ausserordentliche Ertrag betrug 0,4 Millionen Franken. Er stammt hauptsächlich aus dem Verkauf von Beteiligungen. Die BEKB hatte keinen ausserordentlichen Aufwand.
Die Reserven für allgemeine Bankrisiken erhöhten sich auf 587,1 Millionen Franken. Mit den nicht mehr benötigten Rückstellungen und nicht operativen Erträgen (zum Beispiel Gewinne aus Veräusserungen von Finanz- und Sachanlagen sowie Beteiligungen) wurden die Reserven für allgemeine Bankrisiken mit 21,2 Millionen Franken geäufnet. Diese Komponenten flossen somit nicht in das operative Ergebnis ein. Demgegenüber wurde unter anderem die Hälfte der Kosten für die Absicherung der Zinsänderungsrisiken kompensiert, indem Reserven für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 11,0 Millionen Franken aufgelöst wurden. Insgesamt resultierte eine Nettobildung der Reserven für allgemeine Bankrisiken in der Höhe von 3,0 Millionen Franken.
Der Steueraufwand reduzierte sich auf 42,8 Millionen Franken (Vorjahr: 48,2 Millionen Franken). Die BEKB unterliegt der Steuerpflicht sowohl auf Bundes- als auch auf Kantons- und Gemeindeebene.
Der Gewinn reduzierte sich um 2,9 Prozent auf 175,4 Millionen Franken (Vorjahr: 180,7 Millionen Franken). Zusammen mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres beläuft sich der Bilanzgewinn auf 175,6 Millionen Franken.
Gewinn gegenüber Vorjahr: Der Jahresgewinn liegt mit 175,6 Millionen Franken 2,9 Prozent unter Vorjahr.