BEKB Geschäftsbericht 2025

Schweizerische und regionale Entwicklung

Angesichts der drohenden US-Importzölle war der Aussenhandel der Schweiz im ersten Quartal 2025 von Vorzieheffekten geprägt. In der Folge nahm die Dynamik deutlich ab, worauf im zweiten Halbjahr eine Kompensation folgte.

Insbesondere der chemisch-pharmazeutische Industriezweig prägte die Wertschöpfungsentwicklung deutlich. Positiv zum Wachstum beigetragen haben der private Konsum sowie der Tourismus. Die Gesamtwirtschaft entwickelte sich unter ihrem langfristigen Trend. Dies zeigte sich auch auf dem Arbeitsmarkt: Die jährlichen Arbeitslosenraten erhöhten sich im Kanton Bern um 0,4 auf 2,1 Prozent und im Kanton Solothurn auf 3,3 Prozent.

Die regionalen Schwergewichte in der Uhren-, Maschinen-, Elektro- und Metallbranche (MEM) sahen sich 2025 nach wie vor einer schwachen Nachfrage aus der Eurozone und einer unsicheren Zollsituation in den USA gegenüber. Der Aufschwung dieser Sektoren liess auch 2025 auf sich warten. Demgegenüber konnte die positive Entwicklung im Tourismus fortgesetzt werden: Die Zahl der Logiernächte verpasste nur knappden Rekord des Vorjahres.

Die deutliche Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken hat die regionalen Industriebetriebe belastet. Während ein US-Dollar Ende 2024 noch rund 90 Rappen kostete, lag dieser Wert Ende 2025 mit 80 Rappen rund 10 Rappen tiefer. Stabil blieb die Entwicklung hingegen zum Euro: Dieser kostete Ende 2025 rund 93 Rappen und war damit genauso viel wert wie ein Jahr zuvor.

Nach einem leicht schwächeren Preiswachstum im Vorjahr hat der Immobilienmarkt 2025 wieder an Dynamik gewonnen. Die Preise für Wohneigentum stiegen im Kanton Bern um 3,4 Prozent und in der Gesamtschweiz um 3,7 Prozent. Im Vorjahr lag das Wachstum noch um 1 bis 1,5 Prozentpunkte tiefer.