Die BEKB fördert den Unternehmergeist an Schulen
Mit dem BEKB Förderfonds unterstützt die BEKB junge Talente in Bern und Biel auf ihrem Weg ins Unternehmertum. Im Programm Youngpreneurs gründen Schülerinnen und Schüler eigene Start-ups – von der Idee bis zum Investorenpitch. Bei der Award Night 2025 überzeugten sie mit Erfindergeist, Kreativität und Mut und zeigten, dass Unternehmertum bereits in der Schule beginnen kann.
Ein voller Saal, gespannte Gesichter, leises Murmeln – dann wird es still. Sieben Teams stehen bereit, um ihre Geschäftsideen vor einer Jury und über 150 Gästen zu präsentieren. Die Youngpreneurs Award Night 2025 in Bern ist der Höhepunkt von acht Monaten intensiver Arbeit und für viele Jugendliche der erste Schritt in die Welt des Unternehmertums.
Was auf der Bühne folgt, ist beeindruckend: nachhaltige Schwimmsäcke aus alten Gummibooten, vitaminreiche Gummibärchen aus Algen oder neuartige Einlegesohlen speziell für Fussballerinnen. Kreativ, mutig und praxisnah zeigen die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer, dass gute Ideen keine Altersfrage sind.
«Wir wollen jungen Menschen zeigen, wie man ein Start-up wirklich aufbaut – von der ersten Idee bis zum Pitch vor Investorinnen und Investoren», sagt Christoph Jenny, Mitgründer und Co-Leiter der Youngpreneurs Association sowie des Programms in Bern und Biel.
Das Programm Youngpreneurs vermittelt Jugendlichen seit über acht Jahren, was es heisst, Verantwortung zu übernehmen, Risiken abzuwägen und Lösungen für reale Herausforderungen zu finden. In 16 praxisnahen Modulen lernen sie, wie man Geschäftsmodelle entwickelt, Märkte analysiert, Budgets plant und Investorinnen und Investoren überzeugt.
Die BEKB unterstützt das Programm über den BEKB Förderfonds und fördert damit Unternehmertum von Anfang an. «Als Bank für regionale KMU wissen wir, wie entscheidend Unternehmergeist für eine nachhaltige Wirtschaft ist», sagt Stefan Moser, Mitglied der Geschäftsleitung der BEKB und Jurypräsident der diesjährigen Award Night. „Mich beeindruckt jedes Jahr aufs Neue, mit welcher Energie und Reife diese jungen Menschen ihre Ideen umsetzen. Das ist Unternehmertum im besten Sinne.“
Während acht Monaten treffen sich die Schülerinnen und Schüler jeden Dienstagabend nach der Schule, um an ihren Projekten zu arbeiten. Sie entwickeln Prototypen, gestalten Logos, berechnen Preise und feilen an ihren Pitches. Dabei werden sie von erfahrenen Coaches aus der Start-up-Szene unterstützt, darunter Christoph Jenny und Yacine Michaelis, Serial Entrepreneurs und Start-up-Mentoren.
«Wir erleben bei den Jugendlichen immer wieder denselben Moment», erzählt Christoph Jenny. „Wenn sie merken, dass ihre Idee plötzlich greifbar wird und daraus ein echtes Produkt entstehen kann. Genau dann entfacht der Unternehmergeist.“
Das Besondere an Youngpreneurs ist, dass das Programm als schulübergreifendes Wahlfach organisiert ist. In Bern nehmen Schülerinnen und Schüler aus den Gymnasien Neufeld, Kirchenfeld, Köniz-Lerbermatt, dem Freien Gymnasium Bern, der NMS Bern und dem Campus Muristalden teil. In Biel sind das Gymnasium Biel-Seeland und das Berufsbildungszentrum Biel-Bienne mit dabei. Hier treffen unterschiedliche Perspektiven, Fachrichtungen und Denkweisen aufeinander – eine Vielfalt, die Innovation beflügelt.

Christoph Jenny, Mitgründer und Co-Leiter der Youngpreneurs Association«Wenn die Jugendlichen merken, dass ihre Idee plötzlich greifbar wird und daraus ein echtes Produkt entstehen kann. Genau dann entfacht der Unternehmergeist.“
An der Award Night präsentieren die sieben Teams die Projekte, die sie in den vergangenen Monaten erarbeitet haben. Vor der siebenköpfigen Jury, die sich aus Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Bildung und Unternehmertum zusammensetzt, müssen sie in wenigen Minuten überzeugen.
Das Team SheBallance gewinnt mit einer cleveren Idee: Einlegesohlen, die speziell auf die Bedürfnisse von Fussballerinnen zugeschnitten sind und für mehr Komfort, weniger Verletzungen und eine bessere Performance sorgen. Den zweiten Platz erreicht Heromedics mit einer kindgerechten Lösung für die Medikamenteneinnahme. Den dritten Platz erreicht Nautribag, ein Team, das ausgediente Gummiboote zu funktionalen Schwimmsäcken recycelt.
Bis heute hat Youngpreneurs über 1200 Jugendliche in der ganzen Schweiz begleitet. Viele von ihnen bleiben auch nach dem Programm aktiv, gründen eigene Start-ups oder bringen ihren Unternehmergeist später in andere Projekte ein.
Für Stefan Moser ist das der grösste Erfolg. „Wir wollen junge Menschen dazu ermutigen, Ideen umzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und Neues zu wagen. Das sind Fähigkeiten, die unsere Gesellschaft in Zukunft dringend braucht.“
Auch für die BEKB fügt sich die Förderung nahtlos in ihre Haltung ein. Die Bank unterstützt mit dem BEKB Förderfonds seit vielen Jahren Projekte, die Bildung, Unternehmertum und Nachhaltigkeit stärken. Youngpreneurs vereint alle drei Aspekte.
«Die BEKB ist für uns ein Partner, der das Potenzial der Jugendlichen wirklich erkennt», sagt Yacine Michaelis. «Die Unterstützung der BEKB ist sehr wertvoll für das Programm.»

Annika Grüter, Nautribag«Ich hätte nie gedacht, dass wir einmal mit einem funktionierenden Prototyp vor der Jury stehen würden. Mir wurde bewusst, wie viel Arbeit und Durchhaltevermögen hinter einem Start-up stecken.“
Als im August 2025 die neunte Generation der Youngpreneurs startete, tauchten erneut rund 40 Schülerinnen und Schüler aus Bern und Biel in das Abenteuer Unternehmertum ein. Sie werden Ideen entwickeln, Rückschläge erleben, Lösungen finden und dabei lernen, wie man aus Visionen Wirklichkeit macht.
So entsteht Schritt für Schritt eine Bewegung, die weit über das Klassenzimmer hinausreicht. Aus Projekten werden Produkte, aus Ideen werden Unternehmen und aus Schülerinnen und Schülern werden engagierte Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen wollen.
Dank des Engagements der BEKB wächst in Bern und Biel eine neue Generation von Gründerinnen und Gründern heran, die mutig, kreativ und willens sind, etwas zu bewegen.